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Ein völlig neues Kapitel in der Geschichte der Nutzfahrzeuge war bereits 1951 aufgeschlagen worden. Am 3. Juni begann im Werk Gaggenau die Produktion eines Alleskönners mit dem ungewöhnlich langen Namen "Universal-Motor-Gerät". Unter dem Akronym "Unimog" wurde das Fahrzeug weltberühmt mit über 325000 in Gaggenau gebauten Einheiten. Schon im ersten Produktionsjahr rollten 1005 Fahrzeuge vom Band. Für den kompakten, gerade mal dreieinhalb Meter langen Unimog genügte damals ein 25-PS-Dieselaggregat, um überall durchzukommen und alles erledigen zu können - "vor allem in der Landwirtschaft, wofür er vom ehemaligen Daimler-Benz-Flugmotoreningenieur Albert Friedrich konzipiert wurde", heißt es bei Daimler. Der Gaggenauer Unimogexperte Michael Wessel hat jedoch nachgewiesen, dass die Vorläufermodelle bei der Firma Boehringer nicht, wie lange geglaubt, für die Landwirtschaft konzipiert wurden. Konstruktionsleiter Heinrich Rößler hatte bereits im Zweiten Weltkrieg Pläne zum Bau eines Zugfahrzeugs für Feldflughäfen entwickelt. "Seine Lösungsansätze für das Schleppen der Flugzeuge im Gelände sowie den Transport von Ladung, Treibstoff und Personen konnte Rößler dann direkt beim Unimog umsetzen", so Wessel.