75 Jahre Unimog: Einer Legende auf der Spur

Darstellung des späteren Unimog aus der Dokumentation vom 13. März 1946 zur Vorlage bei der amerikanischen Militärbehörde

Einer Legende auf der Spur

Vor 75 Jahren entstand der Unimog

In diesem Jahr kann „75 Jahre Unimog“ gefeiert werden, denn am 9. Oktober 1946 fand die erste Probefahrt dieses Alleskönners im Raum Schwäbisch Gmünd statt. Zu diesem Jubiläum veranstaltete Mercedes-Benz am 4. September einen eindrucksvollen Korso mit 75 Unimog der verschiedensten Baumuster vom heutigen Montagewerk Wörth ins Unimog-Museum Gaggenau. Am 9. September wurde in Schwäbisch Gmünd eine Gedenktafel am DRK-Gebäude angebracht, die an dieses besondere Ereignis erinnert (siehe gesonderten Bericht).

Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs entwickelte der Leiter der Flugmotorenentwicklung von Daimler-Benz, Albert Friedrich, erste Ideen für ein besonderes motorgetriebenes Gerät für die Landwirtschaft. Ihm war klar geworden, dass sein Arbeitgeber nach einem verlorenen Krieg keine Flugmotoren mehr bauen wird.

Nach Kriegsende beauftragte ihn sein Chef, der damalige Vorstandsvorsitzende der Daimler-Benz AG Dr. Wilhelm Haspel, mit einer Gruppe ehemaliger Mitarbeiter diese Ideen zu konkretisieren. Start gestaltete sich schwierig, denn die ehemaligen Flugmotorenentwickler betraten Neuland. Daher verstärkten sie ihr Team durch den Diplom-Landwirt Erich Grass.

 

Vorstandsvorlage für den Bau eines „Motorgetriebenen Universalgeräts für die Landwirtschaft“
Archiv Daimler AG

Anfang September 1945 stellte Albert Friedrich dem Daimler-Benz-Vorstand anhand einer Zeichnung und eines Holzmodells den Stand der Entwicklung vor. Doch dieser entschied, das Projekt nicht weiter zu verfolgen, denn alle Energie müsse in den Wiederaufbau der Personenwagen-Produktion fließen.

Albert Friedrich, hatte parallel mit Eduard Köhler, dem Mitinhaber der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd, Sondierungsgespräche geführt – und ihn dabei auch gebeten, nach kapitalkräftigen Interessenten Ausschau zu halten.

Auch mit Unterstützung von Köhler beantragte Friedrich bei der amerikanischen Militärbehörde die Genehmigung zum Bau von zehn Prototypen des „Motorgetriebenen Universalgeräts für die Landwirtschaft“. Diese wurde mit Datum vom 19. und 20. November 1945 erteilt.

Eduard Köhler gelang es, Geldgeber für das Projekt zu finden, und daraufhin stellte er ab Dezember 1945 in seinem Werk einer kleinen Entwicklungsgruppe Räume zur Verfügung.

weiter zum ganzen Artikel…

Um 1920: Traktoren in den Benzwerken Gaggenau – Urahnen des Unimog und MB-trac

 

Vor 100 Jahren: Benz-Gaggenau auf der Automobilausstellung 1921

Die Gaggenauer Benzwerke präsentieren ein breit gefächertes Programm mit einem Urahn des Unimog

Von Michael Wessel

Vom 7. bis 12. September präsentierte sich 2021 die Internationale Automobilausstellung (IAA) in München erstmals mit dem Namen IAA MOBILITY. Vor 100 Jahren, vom 23. September bis 2. Oktober 1921, war auf dem Berliner Messegelände die erste große Deutsche Automobilausstellung (DAA) nach dem Zweiten Weltkrieg mit Spannung erwartet worden, zeigten doch 67 Automobilhersteller ihre aktuellen 90 Personenwagen und 49 Lastwagen – allerdings nur aus inländischer Produktion. Mit dabei auch die Gaggenauer Benzwerke mit einer „Benz Gaggenau Parade“, wie eine Anzeige attraktiv zum Ausdruck brachte. Der Ansturm von 300.000 Besuchern war bei dieser Messe so groß, dass Hallen aus Sicherheitsgründen zeitweise geschlossen werden mussten. Eine Parallele bezüglich des Publikumsinteresses ergab sich 1951, also 30 Jahre später, bei der ersten IAA nach dem Zweiten Weltkrieg.

 

Stolz präsentiert Benz-Gaggenau sein attraktives Programm an Lastwagen, Omnibussen Traktoren und Sonderfahrzeugen auf der DAA 1921

Benz-Gaggenau auf der DAA 1921

Die Gaggenauer hatten sich auf die DAA 1921 offensichtlich sehr gut vorbereitet. So erschien hierfür ein aufwändiger viersprachiger Gesamtprospekt im Format DIN-A 4 quer, in dem nach einer Werksansicht sehr anschaulich die verschiedenen Aggregate mit ihren Vorzügen vorgestellt wurden.

Gesamtansicht der Benzwerke Gaggenau  – also vor 100 Jahren. „Künstlerische Freiheit“ lässt das Werk etwas größer erscheinen. Reichte es doch nur bis zur Bahnlinie.

Bei den lieferbaren Fahrzeugtypen werden aufgeführt: Lastwagen normaler Bauart; Lastwagen mit Sonderaufbauten (Tankwagen, Kipper, Drehgestellwagen); Lastzüge mit Anhängern oder als Sondermodelle für den Holztransport, Lieferwagen mit geschlossenem Kastenaufbau, Omnibusse, Feuerwehr- und Rettungswagen, Kommunalfahrzeuge für die Müllabfuhr oder die Straßenreinigung ebenso wie Gefangenenwagen oder Seuchenwagen. Zu guter Letzt werden angeboten: „Traktoren für die Landwirtschaft, auch als Zugmaschinen für den Verkehr abseits der Kunststrassen und als Lokomobile dienend“. Unimog und MB-trac lassen grüßen!

Insgesamt sind es 17 verschiedene Lastwagen- und drei Lieferwagen-Grundtypen, neun Omnibusse, drei Feuerwehr-Fahrzeuge, drei Kommunalfahrzeuge und zwei Traktoren-Typen.

 


Deckblatt des Gesamtprospekts von Benz-Gaggenau aus dem Jahr 1921

 

Schmunzeln muss man, wenn man bei den einzelnen Fahrzeugen jeweils Namen liest. So beispielsweise Ajax, Baku, Cairo, India, Lago, Omega, Osman. Geht man doch meist davon aus, dass die Namensgebung bei den Lastwagen von Mercedes-Benz erst mit dem ACTROS begann. Also alles schon mal dagewesen!

Laut Gesamtprospekt wurden zu den einzelnen Fahrzeugen besondere Kataloge und Beschreibungen angeboten. Und darin ist weiter zu lesen: „Unter allen Verhältnissen, in jedem Klima und vorzugsweise auch in den Tropen haben sich Benz-Gaggenau-Automobile infolge ihrer Zuverlässigkeit und Stärke dauernd bewährt.“

 

Prachtband in Schlangenleder

Ebenfalls der DAA 1921 verdanken wir einen repräsentativen in Schlangenleder (!) gebundenen deutschsprachigen Prachtband mit 207 Seiten, in dem zunächst stolz die rasante Entwicklung des Benzwerkes beschrieben wird. So ist zu lesen: „Die Fabrik, welche noch im Jahre 1910, als damals nicht unbedeutendes Werk, einen Raum von 27 540 qm (4670 davon überbaut) bedeckte bei einer Belegschaft von 868 Arbeitern und 80 Angestellten, hat bis zum Jahre 1920 ihre Grundfläche auf 130 000 qm erweitert und die Zahl der Arbeiter und Angestellten auf über 2000 erhöht. Bebaut sind von dieser Grundfläche nicht weniger als 46 563 qm. Ein großes Verwaltungsgebäude, das übrigens schon wieder zu klein geworden ist, ein umfangreiches Kasino mit Speiseanstalt, Lese- und Gesellschaftsräumen sind in den letzten Jahren gebaut worden.“

Blick in die Getriebemontage der Benzwerke Gaggenau um 1920

Man kann sich heute glücklich schätzen, dass für die Vorstellung des Werkes ein Fotograf durch die einzelnen Abteilungen geschickt wurde. Die vielen ins Archiv gewanderten Fotos ermöglichen heute einen guten Einblick in die Produktion um 1920.

Wie im Gesamtprospekt von 1921 werden wieder die einzelnen Aggregate und Fahrzeugtypen beschrieben – aber ohne technische Details.

Benz-Gaggenau-Traktoren

Aus heutiger Sicht ist in der Unimog-Stadt Gaggenau sicher besonders interessant, wie seinerzeit der Benz-Gaggenau-Traktor beworben wurde: „Für die Zwecke der Landwirtschaft insbesondere dient der Traktor. Alle Arbeiten auf dem Felde, d. h. die Vorbereitung des Bodens zur Saat, das Säen, Eggen und Walzen, den Zug der Mähmaschine und des Garbenbinders erledigt das überaus kräftige Fahrzeug ebenso ruhig und sicher wie das Rübenernten, die Abfuhr der Felderzeugnisse bis zur bis zur gebahnten Straße oder Bahn.“ Dies hätte auch wieder in einem Unimog-Prospekt aus den 1950er Jahren stehen können. Die Kontur des Benz-Gaggenau-Traktors hingegen erinnert eher an die des MB-trac.


Benz-Gaggenau-Traktor um 1920 mit 5-furchigem Anhängepflug

 

Das Foto diente auch als Vorlage für einen Prospekttitel

Wie der Unimog ist der Benz-Gaggenau-Traktor Folge eines Weltkriegs mit dem Ziel einer Motorisierung der Landwirtschaft zur Verbesserung der überaus kritischen Ernährungssituation. In beiden Fällen wurde auch der Begriff „Landtraktor“ verwendet. Während der Unimog eine Neukonstruktion darstellte, konnte man beim Benz-Gaggenau-Traktor auf Erfahrungen durch den Bau von Zugmaschinen für die Armee zurückgreifen. Nicht mehr ausgelieferte Zugmaschinen baute man anfangs für den zivilen Gebrauch lediglich um, bevor sie konstruktiv optimiert wurden. Dabei sollten möglichst viele Teile der parallel neu entwickelten Lastwagen verwendet werden. Ein Auftrag also, den Anfang der 1970er Jahre die Konstrukteure des MB-trac bezogen auf vorhandene Teile des Unimog ebenfalls hatten.

Prospekttitel um 1920

Die Hamburger Technische Rundschau berichtete in ihrer Ausgabe vom 27. Juli 1921 über den Benz-Gaggenau-Traktor: „ Wie Versuche der Landwirtschaftsbehörden und im Waldbetrieb gezeigt haben, ist der Traktor außerordentlich geeignet für alle Arbeiten der Landwirtschaft. Pflügen, Schälen, Kultivieren und Grubbern besorgt er mit großer Zuverlässigkeit. Außer für die Zwecke der Bodenbearbeitung im weitesten Sinne kann er mit einer Riemenscheibe ausgerüstet als Lokomobile arbeiten und treibt dann z. B. Dreschmaschine, Strohpresse, Heuaufzug usw. – Angenehm fällt bei der Bodenbearbeitung mit dem Traktor auf, daß er ruhig und sicher seines Weges zieht, und auch da noch durchhält, wo weniger massiv gebaute Traktoren stehenbleiben oder abdriften…“ – Beim Unimog wird heute sogar gesagt: „Er fährt da noch weiter, wo andere Fahrzeuge erst gar nicht hinkommen!“

 

Benz-Gaggenau-Straßenzugmaschine 1920 vor dem damaligen neuen Verwaltungsgebäude

Benz-Gaggenau-Straßenzugmaschine

Zeitgleich zum Benz-Gaggenau-Traktor wurden mit ähnlichen Konstruktionsmerkmalen Straßenzugmaschinen entwickelt und auf den Markt gebracht. Mit dabei waren auch Fahrgestelle mit Allradantrieb und weiteren Parallelen zu Unimog.

Werbung auch in Gedichtsform

Das Motiv mit dem Buben im Matrosenanzug wurde auch für einen Faltprospekt verteilt, der die Gaggenauer Produkte in Versform pries:

„In des Murgtals finstern Gründen,

Wo die Murg zu Tale rollt,

Dort ist ein Juwel zu finden,

Benz-Gaggenau ist’s! Seid ihm hold.

 

Das Werk selbst will ich nicht besingen,

Nein, jenes Werkes Werke nur,

O möge der Gesang gelingen,

Lobpreisend folg‘ ich Benzens Spur!

 

Des Motors Kraft, des Werkes Stärke

Bedenke wohl!

Schau Dir die Marke an und merke:

Niemals soll

Man aus Versehen andre wählen,

Sei auf der Hut!

 

Mit Gaggenau brauchst Du Dich nie zu quälen,

Kauf‘ Benz, ich rat‘ dir gut!

Der Wagen ist erprobt und stark

Und kräftig bis ins Rückenmark!“

 

Erste Diesel-Motoren in Lastwagen

Die nächsten Meilensteine in der Geschichte des Werkes Gaggenau waren dann 1923 der Einbau der ersten Mannheimer Diesel-Motoren in Gaggenauer Lastwagen sowie 1926 die Fusion von Daimler und Benz. Dabei wurde Gaggenau das zentrale Nutzfahrzeugwerk der beiden bisherigen Wettbewerber.

Technische Literatur

Literaturempfehlung

… zur Technik der Benz-Gaggenau-Traktoren: Werner Schmeing, Hans-Jürgen Wischhof „Traktoren der Daimler AG – Band 1“, Frankfurt 2015

… allgemein: Der Benz für die Bauern – Traktoren, Straßen- und Ackerschlepper von Benz”, Uwe Heintzer in BENZ&CIE. – Zum 150. Geburtstag von Karl Benz, Stuttgart 1994

Erstveröffentlichung im Badischen Tagblatt vom 21. September 2021

Fotos: Daimler AG und Sammlung Wessel

 

Der gesamte Prospekt für den Benz-Gaggenau-Traktor von 1921

 

 

Vollendung der Unimog-Welt am Standort Gaggenau – Jubiläumsveranstaltung “75 Jahre Unimog” am 4. und 5. September 2021 mit Korso

Unimog-Pionier roland Feix bekommt vom Werkstattleiter des Deutschen Landwirtschaftsmuseums, Matthias Hummel, die Schaltung des Unimog-Prototypen U 5 in Erinnerung gebracht. Foto: Michael Wessel

 

Jubiläumsveranstaltung 75 Jahre Unimog am 4. und 5. September 2021 in Gaggenau mit Jubiläumskorso

Von Hans-Jürgen Wischhof

In Bezug auf die Produkte der Daimler AG (und deren Vorgängergesellschaften) gibt es in diesem Jahr gleich mehrere Jubiläen:

75 Jahre Unimog (und davon 70 Jahre Mercedes-Benz Unimog).

125 Jahre Daimler Lastkraftwagen. Die Daimler-Motoren-Gesellschaft (DMG), Bad Cannstatt, lieferte ihren ersten Lkw am 1. Oktober 1896 nach London aus.

1896 baute der Ingenieur Adolf Altmann eine Zugmaschine mit selbst entwickeltem Einzylinder-Petroleummotor, erstmals angewendeter Verdampfer-Kühlung und nannte diese Zugmaschine erstmals „Tracteur“. Die DMG übernahm die Fabrik von Altmann und gründete danach 1898 die Motorfahrzeug- und Motorenfabrik Berlin, abgekürzt MMB. Damit ist die Daimler AG als Nachfolgegesellschaft mit 125 Jahren auch der älteste deutsche Traktoren-Hersteller. Der legendäre Glühkopf-Bulldog von Heinrich Lanz wird dieses Jahr 100 Jahre alt.

Um es vorwegzunehmen: Nächstes Jahr vor 100 Jahren wurde der weltweit erste Dieselmotor mit 25 PS in einen Benz-Sendling Motorpflug eingebaut.

Dies alles waren Innovationen, die die Gesellschaft seit 1896 mitgestalteten und prägten. Das gilt auch für die Zukunft des Landes als Mitglied der EU. Nicht mit Verboten, sondern durch Innovationen werden die jetzt anstehenden Herausforderungen gestaltet und gemeistert.

Am 4. und 5. September findet die Jubiläumsveranstaltung 75 Jahre Unimog in Gaggenau statt, die am 4. September mit einem Jubiläumskorso vom Mercedes-Benz Lkw-Werk Wörth am Rhein der Daimler Truck AG nach Gaggenau ins Unimog-Museum beginnt. Der Korso wird vom Prototyp U5 des Deutschen Landwirtschaftsmuseums (DLM) angeführt. Der U5 ist der älteste noch fahrbare Prototyp.

Dem folgen im Korso 75 Unimog unterschiedlichster Typen, die danach und am 5. September am Museum präsentiert werden. Für Wischhof Anlass genug, die Legende Unimog in einem Beitrag „Der Goldene Pflug des DLM der Uni Hohenheim“ zu beschreiben, die Jahrzehnte lange wertschätzende Zusammenarbeit mit dem DLM zu würdigen und in Stichworten zu erläutern, was die Faszination Unimog auch nach 75 Jahren begründet.

Zeitzeugen wie Manfred Florus und Heinz Schnepf standen beim Aufbau des Unimog-Clubs, bei der Gestaltung und dem Aufbau des Unimog-Museums und bei der Zusammenarbeit mit dem DLM mit Rat und Tat zur Seite. Unvergessen ist deren Einsatz, den U5 in der seinerzeit von Michael Schnepf geleiteten Unimog-Versuchswerkstatt wieder fahrtüchtig zu machen.

Faszination Unimog

Der Unimog als hochmobiles Systemfahrzeug ist vielseitig im Einsatz. Kein anderes Nutzfahrzeug der Welt kann, je nach Land, sowohl als Traktor, Zugmaschine, Lkw, Lkw off Road, Feuerwehrfahrzeug, Omnibus, Lokomotive oder selbstfahrende Arbeitsmaschine (zum Beispiel als Triebkopf in Verbindung mit einer Kehrmaschine) zugelassen und eingesetzt werden. Der Unimog ist das weltweit bekannteste Nutzfahrzeug mit Stern von Mercedes-Benz in der heutigen Daimler Truck AG. Für viele Besitzer ist er nicht nur im wirtschaftlichen Einsatz, sondern auch ein Hobby.

Zwei große Unimog-Fanclubs pflegen und gestalten das Clubleben. Am 9. Mai 1985 wurde der Unimog Veteranen Club (UVC) gegründet. Dies war die Geburtsstunde des ersten überregionalen Clubs mit aktivem Clubleben. Dessen besonderer Verdienst war und ist die Sammlung von Unimog und Geräten/Aufbauten sowie die professionelle Aufbereitung der Unimog-Geschichte.

Am 13. Mai 1993 gründete sich der Unimog-Club-Gaggenau (UCG) auf Initiative von Michael Wessel. Die Entwicklungsgeschichte dieses zweiten großen Unimog-Clubs ist spätestens seit der Jubiläumsfeier 25 Jahre UCG im September 2018 am und im Unimog-Museum mit rund 20.000 Besuchern bestens bekannt. Der UCG unterstützt aktiv das Unimog-Museum, hat derzeit mehr als 7.600 Mitglieder in 45 Ländern und ist einer der großen und anerkannten Markenclubs des Mercedes-Benz Classic Club Managements.

Die begonnene Erweiterung des Unimog-Museums, die dadurch erreichbare Vergrößerung der Ausstellungsfläche um mehr als 100 Prozent, führt zu einer Neugestaltung des Innenraums mit verbesserter Kommunikationstechnik und mehr Ausstellungsobjekten, die weiteren laufenden Aktivitäten im Unimog-Museum und die aktive Unterstützung des UCG führen schrittweise in die Vollendung der Unimog-Welt am Standort Gaggenau.

Hans-Jürgen Wischhof in seinem Unimog 411 beim Korso “125 Jahre Automobilbau in Gaggenau” im Jahr 2019. Er ist unter anderem Ehrenmitglied im Unimog-Club Gaggenau. – Foto: Sloboan Mandic

 

Der Autor, Diplom-Ingenieur Hans-Jürgen Wischhof, war zunächst zwölf Jahre im VDMA Fachverband Landtechnik tätig. Von 1990 bis 2003 war er verantwortlich für den Geschäftsbereich Unimog. Er begleitete die Entwicklung auf nationaler und europäischer Ebene von 1965 bis 2010.

 

Erstveröffentlichung im Badischen Tagblatt vom 1. September 2021

28 Jahre Unimog-Club Gaggenau

Am 15.05.1993 wurde der Unimog-Club Gaggenau gegründet. Schon sehr früh wurde ebenso die Clubzeitschrift ins Leben gerufen und ist bis heute einer der wichtigsten Bestandteile im Clubleben.

Produktionsjubiläum vor 60 Jahren: 50.000 Unimog aus Gaggenau

Vor 60 Jahren, am 12. Mai 1961,  wurde der 50.000ste Unimog montiert

Zu Jahresbeginn 1951 zog die Unimog-Mannschaft von Göppingen in das damalige Lastwagen-Werk von Daimler-Benz in Gaggenau um. Ende Mai 1951 liefen bereits die ersten Unimog vom Band. Und 10 Jahre später, am 12. Mai 1961 wurde der 50.000ste Gaggenauer Unimog auf das Montageband gelegt. Es war ein Unimog 411, der noch auf dem Montageband von mehreren Mitarbeitern aufwändig geschmückt wurde.

Mitarbeiter zieren den 50.000. Unimog

Die Übergabe an einen Kunden aus Frankreich, der bereits mehrere Unimog in seinem Fuhrpark hatte, erfolgte dann in feierlichem Rahmen im Kreis der Mitarbeiter durch Werkleiter Dr. Carl-Heinrich Jahr in Beisein von Chefkonstrukteur Heinrich Rößler. Auch leitende Herren der französischen Unimog-Vertretung waren zu diesem Anlass nach Gaggenau gekommen.

Der Technische Werkleiter, Dr. Carl-Heinrich Jahr, übergibt den Unimog an den Kunden. Rechts der Chefkonstrukteur Heinrich Rößler

Die Mitarbeiter sind stolz auf ihren 50.000. Unimog

Auch die Führungskräfte der Produktion lassen sich mit dem Jubiläums-Unimog ablichten

75 Jahre Unimog: Am 13. März 1946 wird die Unimog-Idee öffentlich

In einer Mappe vom 13. März 1946 wird der amerikanischen Militärbehörde der Entwurf für den späteren Unimog zur Genehmigung vorgestellt. Ein Mähbalken unterstreicht die beabsichtigte friedliche Nutzung. Damit wurde vor 75 Jahren das von Heinrich Rößler entwickelte Unimog-Konzept öffentlich.

 

Die Vorgeschichte

Etwa ein halbes Jahr nach Ende des Zweiten Weltkriegs, am 1. Dezember 1945, nimmt ein kleines Ingenieurteam in der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd in einem bescheidenen Büro seine Arbeit auf – mit dem Ziel, ein außergewöhnliches Landgerät zu entwickeln. Das ist der Beginn der neuen „Abteilung Landwirtschaft“, deren „Kostenstelle 2010“ viele Jahre später als Typenbezeichnung für den Unimog Bedeutung bekommen soll.

Ideengeber und Chef der Gruppe ist Albert Friedrich, ehemals Leiter der Flugmotoren-Entwicklung bei Daimler-Benz. Ihm ist bewusst, dass er eine neue Herausforderung suchen muss, nachdem seitens der Amerikaner die Vorgabe im Raum steht, dass Deutschland ein Agrarland werden solle. Daher hat er schon im Juni 1945 mit ehemaligen Mitarbeitern erste Überlegungen für ein besonderes Landgerät diskutiert und anschließend eine Skizze davon zu Papier bringen lassen, die bis zu einer Vorstandspräsentation im September 1945 weiter konkretisiert wird.

Skizze des „Motorgetriebenen Universalgeräts“ für die Landwirtschaft von Albert Friedrich von September 1945 – damals noch mit dem Mercedes-Stern

 

Das Fahrzeug besitzt im Gegensatz zum damals üblichen Traktor bereits vier gleich große Räder, Allradantrieb und ein geschütztes Fahrerhaus. Friedrichs Arbeitgeber, der Vorstand von Daimler-Benz, will sich aber in Zeiten knapper Mittel vorrangig um die Wiederaufnahme der Fertigung von Personenwagen kümmern und daher diese Überlegungen nicht weiterverfolgen lassen. Der Vorstandsvorsitzende Wilhelm Haspel soll bei der Vorstellung des „Motorgetriebenen Universalgeräts“ anhand von Skizzen und einem Holzmodell sogar gesagt haben: „Wir sind eine anständige Automobilfabrik und kein Traktorenwerk!“

Glücklicherweise findet Albert Friedrich jedoch in Eduard Köhler, Mitinhaber von Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd, einen Förderer des Projekts. Mit dessen Unterstützung erhält Friedrich am 20. November 1945 von der amerikanischen Militärbehörde eine sogenannte „Production Order“, die es ihm gestattet, zehn der von ihm skizzierten Fahrzeuge als Prototypen zu bauen. Dies gilt als wesentliche Voraussetzung für die Arbeitsaufnahme.

Im Band 2 der „Geschichten rund um den Unimog“ erinnert sich der Ingenieur Hans Zabel:

„Mit drei Mann und einer Skizze, die mit zusätzlichen technischen Daten in Deutsch und Englisch versehen war und als Unterlage für die Production Order angefertigt worden war, begannen wir. Im Dezember wurden noch zwei weitere Herren eingestellt, und es musste auch das Problem der Finanzierung gelöst werden. Wir brauchten Reißbretter, Zeichen-Utensilien und auch Geld für die bescheidene Gehaltszahlung. 400 Reichsmark war das Einheitsgehalt – für alle gleich. 100.000 Reichsmark waren von einem mit Herrn Friedrich befreundeten Fabrikanten versprochen worden.“

Bei dem von Hans Zabel genannten Freund handelt es sich um den Lederwarenfabrikanten Franz Catta aus Faurndau bei Schwäbisch Gmünd. Schmunzeln muss man heute darüber, wenn am 19. November 1945 in einem ersten Entwurf für den Gesellschaftervertrag als Zweck noch „die gemeinsame Konstruktion und der Bau neuer Maschinen für die Schuhfabrikation und für die Landwirtschaft“ genannt wird.

Weiter die Schilderung von Hans Zabel: „Um jedoch sofort anfangen zu können, haben wir zur Soforthilfe gegriffen und aus eigenen Mitteln 25.000 Reichsmark aufgebracht. Alle waren wir unter der Woche von zu Hause getrennt und wohnten in bescheidenen Privatquartieren. Daher gab es auch keine bestimmte Arbeitszeit. Sie betrug pro Tag mindestens 12 Stunden, manchmal auch bis 18 Stunden – natürlich ohne zusätzliche Bezahlung.“

Die Arbeitssituation beschreibt Hans Zabel wie folgt: „Im Dezember wurde nicht nur mit dem Konstruieren begonnen, sondern auch ohne Unterlagen in der Hand Lieferkontaktgespräche mit den wichtigsten Zulieferfirmen wie ZF Friedrichshafen, Bosch Stuttgart, Tewes Frankfurt, Gelenkwellenbau Düsseldorf, Kühler-Behr Zuffenhausen usw. geführt.“

Ein Glücksfall: Heinrich Rößler stellt Albert Friedrich seine Ideen für den spätere Unimog vor

Ein weiterer besonderer Glücksfall war dann, dass Albert Friedrich im Herbst 1945 bei einem Besuch im Daimler-Benz-Werk Untertürkheim seinen ehemaligen Kollegen Heinrich Rößler trifft, der bereits gegen Ende des Zweiten Weltkriegs Überlegungen für den Bau von geländegängigen Transportfahrzeugen für Feldflughäfen angestellt hat. Zu den Aufgabenstellungen im Lastenheft gehört das Be- und Entladen von Flugzeugen, das Betanken sowie die Beförderung von Personen – und dies alles auch in schwierigem Gelände: Anforderungen also, die auf ein besonderes Fahrzeug für die Land- und Forstwirtschaft abgewandelt werden können. Und obwohl Rößler eine Anstellung auf einem Bauernhof in Radelstetten bei Schwäbisch Gmünd hat, was in dieser Notzeit viel wert ist, gelingt es, ihn für eine Mitarbeit im Entwicklungsteam zu gewinnen.

Daran erinnert sich später Heinrich Rößler kritischer als Hans Zabel: „Am 2. Januar 1946 fing also auch ich bei Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd an – mit großen Bedenken, denn nichts stand dort für eine solche Arbeit zur Verfügung, nicht einmal die notwendigsten technischen Unterlagen. Ich selbst hatte auch nichts Derartiges. Da ich nicht mit leeren Händen antreten wollte, hatte ich in der Weihnachtszeit 1945 – neben Kuhstall, Maschinenreparaturen, Holzhacken – ein paar Handskizzen über meine Gedanken angefertigt. Wie ich mir damals eine Konzeption für das Fahrgestell vorstellte, geht aus den beiden Skizzen hervor.

Handskizzen von Heinrich Rößler vom Dezember 1945 über eine mögliche Fahrgestellkonzeption (Abbildung aus: Heinrich Rößler, „So entstand der Unimog“, in: Miterlebte Landtechnik, Darmstadt 1981)

Bei meinem Antritt ergab sich, dass noch kein Gesamtentwurf vorlag, lediglich die Projektzeichnung von Friedrich und eine Überlegung für ein Fahrzeug mit Mittelmotor, von dem keine Zeichnung zu finden ist (Anmerkung der Redaktion: Die Zeichnung ist inzwischen aufgetaucht – siehe Skizze von September 1945). Das hat Albert Friedrich in einem Schreiben vom 10. 2. 1959 bestätigt. Es bestand bald Einigkeit darüber, dass man meinen Vorschlag einmal aufzeichnen sollte. Den ersten Gesamtentwurf hatte ich am 28. 1. 1946 fertig.“

Damit tritt an die Stelle des Motorgetriebenen Universalgeräts von Albert Friedrich ein außergewöhnliches Fahrzeug – ein wahres konstruktives Meisterwerk, das in den Folgewochen noch weitere Modifikationen erhalten soll. Hierzu wieder Heinrich Rößler: „Dabei ergab sich, dass alle vier Laufradvorgelege mit den Bremsen gleich sein konnten und dass die Blechgehäuse der Achskörper für Vorder- und Hinterachse ebenfalls gleich waren. Außerdem hatte das Fahrgestell nur vier Antriebsgelenke: zwei Doppelgelenke in den Vorderachsschenkeln und zwei Einfachgelenke in den Schubkugeln. Bei einer Spurweite von circa 1.270 Millimetern (zwei Kartoffelreihen) ergab sich zwischen dem Radkasten des linken Vorderrades und der ins Fahrerhaus hineinragenden Motorhaube ausreichend Platz für das Fußhebelwerk. Um die Eignung eines solchen völlig neuartigen Traktors möglichst schnell überprüfen zu können, gab es nur eine Möglichkeit: Die ersten Versuchsfahrzeuge mussten mit einem 1,7-Liter-Vergasermotor von Daimler-Benz (Typ M 136) und einem 4-Gang-Seriengetriebe der Zahnradfabrik Friedrichshafen ausgerüstet werden. Einen anderen geeigneten Motor, möglichst Dieselmotor, gab es nicht.“

Es stellt schon eine geniale Leistung dar, was Heinrich Rößler mit Unterstützung seiner Kollegen in nur wenigen Wochen ersinnt und zu Papier bringt. Dies wird deutlich, wenn man einmal im Detail betrachtet, was an diesem Konzept gegenüber herkömmlichen Traktoren alles neuartig ist. Rößler selbst zählt folgende Punkte auf:

  1. eine Höchstgeschwindigkeit von 50 Stundenkilometern
  2. gefederte und gedämpfte Achsen wegen der Höchstgeschwindigkeit
  3. Allradantrieb und Differenzialsperren vorn und hinten
  4. Bremsen an Vorder- und Hinterachsen
  5. Rahmenbauart ähnlich wie bei Pkw und Lkw
  6. zweisitziges Fahrerhaus mit geschlossenem Verdeck und gepolsterten Sitzen
  7. Hilfsladefläche über der Hinterachse mit 1 Tonne Tragfähigkeit
  8. Gewichtsverteilung statisch: 2/3 auf Vorderachse, 1/3 auf Hinterachse
  9. Geräteanbaumöglichkeit vorn, in der Mitte, seitlich und hinten
  10. Zapfwellenbetrieb vorn, in der Mitte und hinten

 

Eine weitere Produktionsgenehmigung wird beantragt

 

In einer Dokumentation vom 13. März 1946 werden die neuen Überlegungen zum „Universalgerät für die Landwirtschaft“ festgehalten.

Das von Heinrich Rößler konstruierte Fahrzeug hat schlussendlich nur noch wenig Ähnlichkeit mit dem Motorgetriebenen Universalgerät von Albert Friedrich, für das die Produktionsfreigabe der Amerikaner vorliegt. Daher muss das neue Konzept der Militärbehörde nochmals vorgelegt werden. Hierfür wird mit Datum vom 13. März 1946 eine umfangreiche Dokumentation zusammengestellt und am Folgetag der Militärregierung in Stuttgart präsentiert.

Bei genauer Betrachtung der Original-Mappe ist unter dem Firmenzeichen von Erhard & Söhne ein Mercedes-Stern zu erkennen. Außer dem landwirtschaftlichen Berater Erich Grass sind nur ehemalige Daimler-Mitarbeiter im Entwicklungsteam.

Eduard Köhler schreibt zur Präsentation der Mappe in einer Aktennotiz: „Der Unterzeichnete und Herr Friedrich sprachen bei Herrn Conrad einerseits wegen der Melkeimer- und Milchfilterangelegenheit vor, andererseits wurde in fünffacher Ausfertigung eine Denkschrift in englischer Sprache des Universal-Landgeräts überreicht.“

Nach einer rückblickend geradezu amüsant anmutenden Beschreibung des genauen Sitzungsverlaufs im Beisein verschiedener weiterer Antragsteller zu Themen wie dem Wiederaufbau von Mühlen oder der Herstellung von Hefe zu Nahrungsmittelzwecken schreibt Eduard Köhler weiter: „Die Akten türmen sich zu Bergen. Es werden 1000 Dinge behandelt, jedoch konnten wir in den Stunden des Wartens keinen Besucher feststellen, der mit einer endgültigen Genehmigung oder einem wirklich zufriedenstellenden Bescheid gegangen wäre.“ Und später führt er weiter aus: „Die Universal-Landmaschine hat Herr Dr. Conrad bei seinem letzten Besuch in unserem Betrieb sehr günstig aufgenommen. Es wurde in unserer Gegenwart die Firma Allgaier Uhingen sehr brüsk abgefertigt, als sie mit dem Plan eines Ackerschleppers herausrückte. Die Anspielung, dass bessere Dinge im Werden seien, war deutlich auf unser Gerät bezogen. Dr. Conrads Plan ist, unsere 5 Versuchsgeräte unter allen Umständen zu fördern, dann einen Vergleich herbeizuführen mit einer anderen Entwicklungsstelle, die ebenfalls etwas plant. Entweder wird dann das Lebensfähigere siegen, oder es wird eine konstruktive Vereinheitlichung der beiden Ideen herbeigeführt werden.“

Darstellung des späteren Unimog aus der Dokumentation vom 13. März 1946 zur Vorlage bei der amerikanischen Militärbehörde

 

Wer genau dieser Mitbewerber ist, geht auch aus weiteren Aktennotizen von Eduard Köhler nicht hervor. Albert Köhler bemerkt später zu jener Aktennotiz seines Bruders: „Führt man sich diese Situation vor Augen, dann ist es verständlich, dass damals vielfach unterstellt wurde, durch diese unbefriedigende Situation wollten die Amerikaner ein Nadelöhr schaffen und damit einen raschen Wiederaufbau Deutschlands verhindern. Bezogen auf Dr. Conrad konnte man jedoch nicht von einem „Nadelöhr“ sprechen. Als ich ihn Ende 1948 kennen lernte, wog er weit über drei Zentner und war der dickste Mann, den ich bis dahin gesehen hatte. Versuchsleiter Christian Dietrich erzählte mir, dass er Dr. Conrad bei einer Probefahrt auf einem Sofa auf der Pritsche unterbrachte, denn in das Fahrerhaus passte er nicht hinein. Sein Gesicht sei weiß gewesen, als er nach rasanter Geländefahrt wieder von der Pritsche gehoben wurde.“

Bei Erhard & Söhne wird nach der Präsentation des neuen Konzepts für das „Universalmotorgeräts für die Landwirtschaft“, für das Hans Zabel die Abkürzung „Unimog“ vorschlug,  intensiv an der Umsetzung gearbeitet. Bekanntlich kann am 9. Oktober 1946 mit dem ersten Fahrzeug – wenn auch noch ohne Fahrerhaus – mit Chefkonstrukteur Heinrich Rößler am Steuer die erste Probefahrt durchgeführt werden.

Erste Probefahrt des Prototypen U 1 am 9. Oktober 1946 mit Chefkonstrukteur Heinrich Rößler am Steuer, daneben Ingenieur Hans Zabel.

 

Wie ein Fahrtenbuch belegt, sollen noch im gleichen Monat ebenfalls erste Probefahrten mit dem parallel montierten Versuchsfahrzeug U 2 folgen. Im Dezember 1946 erhalten beide Prototypen ihre Fahrerhäuser in der Kontur, die Heinrich Rößler bereits in der Dokumentation vom 13. März skizziert hatte. Die erforderlichen Blechteile können mit einfachen Werkzeugen hergestellt werden und die schräge Motorhaube ermöglicht eine gute Sicht auf die Front-Anbaugeräte.

 

Ende 1946 werden in der Region von Schwäbisch Gmünd mit großer Begeisterung Testfahrten mit den Prototypen U 1 und U 2 unternommen. Hier am Steuer Versuchsleiter Christian Dietrich.

 

Im Dezember 1946 erhalten die Unimog-Prototypen U 1 und U 2 ihre Fahrerhäuser

 

Zweite Produktionsgenehmigung 1947

Im Juli 1947 wird die Genehmigung für 50 bis 100 vierradgetriebene landwirtschaftliche Traktoren erteilt

Erst mit Datum vom 31. Juli 1947 stellt schließlich die gemeinsame amerikanisch-britische Militärbehörde auch für das neue Konzept für 50 bis 100 Fahrzeuge eine offizielle Produktionsgenehmigung aus.

 

Die Maschinenfabrik Boehringer steigt bereits im Juni 1946 in das Unimog-Projekt ein

Immer mal wieder ist die Rede davon, dass erst im Oktober 1946 nach erfolgreicher erster Probefahrt mit dem Prototypen Überlegungen angestellt werden, wer die Serienfertigung übernehmen könne. So wenig Vorausplanung würde den Projektverantwortlichen rückwirkend jedoch ein schlechtes Zeugnis ausstellen.

Wiederum Albert Köhler hält Folgendes fest: „Nachdem es Franz Catta dann doch nur möglich war, zunächst 30.000 Reichsmark beizusteuern, wurde im Mai 1946 mit der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer, Göppingen, Gespräche aufgenommen, um sie als Mitgesellschafter einer noch zu gründenden Entwicklungsgesellschaft für ,Traktoren neuartiger Konstruktion mit Vierradantrieb‘ zu gewinnen. Am 14. Juni trafen sich dann erstmals mein Vater und mein Bruder Eduard mit Albert Friedrich, Franz Catta, Dr. Georg und Dr. Rolf Boehringer gemeinsam in Göppingen, um die wesentlichen Vereinbarungen für die Gründung einer Entwicklungsgesellschaft zu treffen. Das Gesellschaftskapital wurde mit 200.000 Reichsmark angesetzt, wovon Boehringer 80.000 und Catta 40.000 einbringen sollten. Ebenfalls mit 40.000 Reichsmark beteiligten sich Erhard & Söhne durch Zulieferungen. ,Die Zeichnungen und das geistige Eigentum‘ von Albert Friedrich wurden in gleicher Höhe bewertet.

Bei Konkurrenzfähigkeit sollten Erhard & Söhne zukünftig die Eisenkonstruktionen und Blechteile liefern. Wir versprachen uns weitere Beschäftigung durch die spätere Eigenentwicklung von Zusatzgeräten. Ebenfalls unter der Voraussetzung der Konkurrenzfähigkeit sollten Boehringer Getriebe, Vorder- und Hinterachsen liefern und die BEKOMA KG – eine Tochterfirma von Boehringer – die Montage und den Vertrieb übernehmen. Damit war auch die Frage des Lizenznehmers und Produzenten für die Serie geklärt.“

Die Väter des Unimog-Erfolgs

Heute stehen die Namen Albert Friedrich, Eduard Köhler, Hans Zabel und Heinrich Rößler ganz am Anfang der Vorstellung der „Väter des Unimog-Erfolgs“ im Unimog-Museum Gaggenau. Erfolg hat bekanntlich viele Väter. Geistiger Vater des Unimog ist dabei unzweifelhaft Heinrich Rößler. Das schmälert nicht die Anerkennung von Albert Friedrich, der mit seinen Initiativen und guten Beziehungen die Voraussetzung für einen erfolgreichen Start schaffte. Der von ihm projektierte Landtraktor hätte aber mit Sicherheit nicht den Markterfolg des Unimog gehabt.

Die Tafel zu Heinrich Rößler (1911 – 1991) innerhalb der Reihe “Väter des Unimog-Erfolgs” im Unimog-Museum Gaggenau

Im Unimog-Museum sind weitere Väter des Erfolgs verewigt:

Christian Dietrich: Ab Juni 1946 jahrzehntelang Versuchs- und Kundendienstleiter des Unimog.

Wolfgang, Werner und Rolf Boehringer: Geschäftsführer der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer, Göppingen. Wolfgang Boehringer leitete den Bereich Unimog von 1947 bis 1950. Dr. Rolf und Werner Boehringer waren Teilhaber der Unimog-Entwicklungsgesellschaft. In ihrer Regie wurden die ersten 600 Unimog gebaut.

Ernst Jakob Henne: Bereits bei Boehringer erfolgreichster Generalvertreter im Inland; machte den Vorschlag, den Unimog nach Gaggenau zu verlagern.

Dr. Alfred Rummel: Kaufmännischer Leiter Unimog bei Produktionsaufnahme in Gaggenau, später dort Werkleiter.

Alfred Schmidt: Erfolgreicher Hersteller von Anbaugeräten – baute 1951 im elterlichen Autohaus Schmidt in St. Blasien den ersten Schneepflug an einen Unimog.

Hans-Jürgen Wischhof: Von 1990 bis 2003 Leiter des Produktbereichs Unimog, den er strategisch neu ausrichtete und zum wirtschaftlichen Erfolg führte.

Mustafa Koluman: Erfolgreichster internationaler Unimog-Generalvertreter. Der Unimog war Anstoß für Kolumans große MB-Aktivitäten in der Türkei.

 

Erstveröffentlichung in OldtimerTraktor 3/2021

Text und Repros Michael Wessel

Weitere Geschichten rund um den Unimog

Viele Geschichten zu den Pionierjahren des Unimog sind in der drei Bänden “Geschichten rund um den Unimog” enthalten. Der Band 3 ist noch im Unimog-Museum oder im Internet über die Buch&Bild Unimog Museum GmbH zum Sonderpreis von 10 Euro erhältlich: https://www.buchundbild.de/de/neuheiten/buch-geschichten-rund-um-unimog-band-3-sonderpreis-604001042

1953: Interessante Angebote für den Unimog

Titel eines Prsopektblatts für die Kipp-Pritsche zum Unimog

 

Der Unimog-Vertrieb bot seinen Kunden ab 1953 ein interessantes Magazin an, den Unimog-Ratgeber. In der ersten Ausgabe wurden in der Rubrik UNIMOG-FORTSCHRITT eine Kipp-Pritsche – Hersteller war Erhard & Söhne, Schwäbisch Gmünd –  sowie Sitz- und Aufsteckteile, Prischenverdecke, Rückewagen und das Preßluftanbaugerät 22000 vorgestellt.

Michael Wessel

Die ersten zehn hoch interessanten Hefte des Unimog-Ratgebers sind äußerst selten.  2001 hat daher Buch&Bild einen Nachdruck in Buchform veranlasst. Das Buch hat 157 Seiten und kostet nur 10 Euro plus Versand.

Hier geht es zum Artikel im Shop von Buch&Bild:

www.buchundbild.de/de/search?page=search&page_action=query&desc=on&sdesc=on&keywords=Ratgeber

„In eigener Sache:“ Zur Vervollständigung meiner Sammlung suche ich noch Ratgeber September 1959, Winter 1970, Herbst 1973, Frühjahr 1974, Herbst 1975 und Nr. 4 von 1975. Außerdem Unimog+MB-trac 4.1976 und G 1.1980 sowie G und L 1.1981 zu kaufen oder zu tauschen. Habe dafür sehr viele Dubletten auch von Unimog-Prospekten anzubieten. Michael Wessel, Mail wessel-gaggenau@t-online.de, Tel. +49 7225 97 00 349

 

Unimog mit Schneeschleuder oder Schneefräse?

 

 

Unimog mit Schneeschleuder oder Schneefräse? Es ist wohl eine Schneefräse.

In der Kundenzeitschrift UNIMOG-Ratgeber Nummer 2 von 1953 werden in der Rubrik “UNIMOG FORTSCHRITT” verschiedene Winterdienst-Ausrüstungen für den Unimog vorgestellt.

Sammlung Michael Wessel

Die ersten zehn hoch interessanten Hefte des Unimog-Ratgebers sind äußerst selten.  2001 hat daher Buch&Bild einen Nachdruck in Buchform veranlasst. Das Buch hat 157 Seiten und kostet nur 10 Euro plus Versand.

Hier geht es zum Artikel im Shop von Buch&Bild:

www.buchundbild.de/de/search?page=search&page_action=query&desc=on&sdesc=on&keywords=Ratgeber

Vor 70 Jahren: Verlagerung des Unimog nach Gaggenau vereinbart

Zur Verlagerung des Unimog von Göppingen nach Gaggenau verfasste ein Mitarbeiter eine humorige Schrift – Slg Wessel

Unimog “die technische Sensation”

Daimler zahlt 1 Million DM für die Übernahme des Unimog

Vor 70 Jahren wurde die Verlagerung des Unimog nach Gaggenau vereinbart

Dem 27. Oktober 1950 kommt in der Geschichte des Unimog und insbesondere des Gaggenauer Benzwerks ganz besondere Bedeutung zu, denn vor 70 Jahren wurde die Verlagerung des Unimog von der damaligen Produktionsstätte, der Maschinenfabrik Gebrüder Boehringer in Göppingen, in das Daimler-Benz Werk Gaggenau vereinbart. Über 50 Jahre wurde er dann dort gebaut, bevor 2002 die weitere Verlagerung zum Lkw-Montagwerk von Mercedes-Benz in Wörth erfolgte. Die Verbundenheit der Gaggenauer mit dem Unimog wird aber weiter unter anderem durch das 2006 eröffnete Unimog-Museum aufrechterhalten.

Am 10. Oktober 1946 hatte der Chefkonstrukteur des Unimog, Heinrich Rößler, mit dem ersten von ihm entwickelten und bei der Metallwarenfabrik Erhard & Söhne in Schwäbisch Gmünd gebauten Prototypen seine Jungfernfahrt gemacht. Mit dabei war der aus Gaggenau stammende Ingenieur Hans Zabel und dessen Kollege Karl Rank. Vier Prototypen wurden bei Erhard & Söhne fertiggestellt und intensiv getestet, bevor die Unimog-Mannschaft im Januar 1948 zu Boehringer in Göppingen, dem ersten Standort der geplanten Serienfertigung, umzog. Hier wurden auch die Prototypen fünf und sechs komplettiert. Nummer sechs steht heute im Unimog-Museum.

Die Resonanz auf die erste Präsentation des Unimog vom 29. August bis 5. September 1948 auf der Fachmesse der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft in Frankfurt übertraf alle Erwartungen. Der Unimog war die technische Sensation der gesamten Ausstellung. Selbst der relativ hohe Preis von 13.800 DM hielt zwei Monate nach der Währungsreform 150 Besucher nicht davon ab, sich als Kaufinteressenten einzutragen.

Bei Boehringer musste der geplante Beginn der Montage des Unimog wiederholt verschoben werden. Als Maschinenbauer waren sie auf die Montage eines kompletten Fahrzeugs offensichtlich nicht gut vorbereitet. Und so wurden erst nach Fertigung von zwei Versuchs-Unimog im Februar 1949 weitere zwei im März und vier im April an Kunden ausgeliefert. Anhand dieser Zahlen wird deutlich, dass der Anlauf in einer eigens für die Unimog-Montage vorgehaltenen großen Halle holprig verlief.

Parallel dazu erhielt Boehringer mit Beginn des sogenannten „Kalten Krieges“ von den Westmächten wieder die Genehmigung, Werkzeugmaschinen zu bauen – ihr Kerngeschäft bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs. Die Montage des Unimog hatte man primär übernommen, um einer drohenden Demontage entgegenzuwirken. Überlegungen, den Unimog „sanft einschlafen zu lassen“, traten die Gesellschafter der Unimog-Entwicklungsgesellschaft Albert Friedrich und Eduard Köhler energisch entgegen. Somit musste ein anderer Produzent gesucht werden. Hierfür kamen Henschel, BMW und Daimler-Benz in die engere Wahl.

Rennfahrer erkennt Unimog-Potential

Jetzt kam der legendäre Motorradrennfahrer Ernst Jakob Henne ins Spiel. Dieser hatte mit den durch unzählige Rennerfolge angesammelten Vermögen ab 1948 in München eine Großvertretung für Daimler-Benz aufgebaut und zudem das Potential des Unimog erkannt. So wurde er 1949 einer der ersten und anschließend mit weitem Abstand der erfolgreichste Unimog-Generalvertreter. 151 der bei Boehringer gebauten Unimog wurden auch dank des Talents des Verkaufsleiters Otto Seyfried in seinem Gebiet verkauft. Henne soll gesagt haben: „Der Motor des Unimog kommt doch schon von Daimler-Benz und in Gaggenau haben sie ein notleidendes Lastwagen-Montagewerk. Da könnte der Unimog doch zukünftig montiert werden. Außerdem haben einige der Führungskräfte früher schon bei Daimler-Benz gearbeitet.“

 

Als Boehringer im Juni 1950 auf der Messe der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft den Unimog präsentierte, liefen parallel bereits die Übernahmeverhandlungen mit Daimler-Benz. Links der Leiter der Unimog-Montage, Werner Boehringer, und daneben der Leiter des Unimog-Versuchs und Kundendienstes, Christian Dietrich.

Als die 40. Ausstellung der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft vom 11. bis 18. Juni 1950 für den Unimog-Vertrieb wieder ein voller Erfolg wurde, liefen parallel bereits intensive Übernahmeverhandlungen zwischen der Unimog-Entwicklungsgesellschaft und Daimler-Benz. Dabei ging es auch um die Rolle, die Erhard & Söhne als zukünftiger Teile-Lieferant haben wird. Schließlich hatten Erhard & Söhne für die Prototypen-Fertigung und für ihre zwischenzeitliche Teilelieferung an Boehringer erhebliche Investitionen in Werkzeuge getätigt. Auch eine Lizenzfertigung durch Daimler-Benz war anfangs im Gespräch.

Auf einem aufwändigen Prospekt zur DLG-Ausstellung 1950 pflügt noch ein Unimog von Boehringer.            Slg. Wessel

 

Am 5. September 1950 fielen dann bei Daimler-Benz jedoch die Würfel zugunsten einer kompletten Übernahme des Unimog. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Wilhelm Haspel schrieb an Dr. Rolf Boehringer: „Wie Ihnen fernmündlich voraus mitgeteilten, haben wir uns entschlossen, den Unimog-Schlepper zu übernehmen und zu bauen.“ Für die uneingeschränkten Patente und Rechte am Unimog sollten 600.000 DM an die Entwicklungsgesellschaft gezahlt werden – 100.000 für jeden der sechs Gesellschafter.  Hinzu sollten 300.000 DM für die von Boehringer geschaffenen Montagevorrichtungen und weitere Investitionen sowie 100.000 DM an Erhard & Söhne für Investitionen in Werkzeuge und Betriebseinrichtungen kommen. Insgesamt als eine Million DM. Die Verhandlungen fanden am 27. Oktober 1950 – also vor 70 Jahren – ihren erfolgreichen schriftlichen Abschluss.

Die Verhandlungen zur Übernahme der Unimog-Montage durch Daimler-Benz fanden am 27. 10. 1950 ihren Abschluss.

Unimog-Pionier Roland Feix erinnert sich heute, dass ihm bei einer Forstvorführung im Herbst 1950 der Henne-Verkaufsleiter Otto Seyfried den Tipp gab: „Sehen Sie dort den jungen Mann mit dem langen Ledermantel? Das ist Dr. Alfred Rummel, der wird Ihr neuer Chef in Gaggenau“. Feix viel aus allen Wolken, denn bei Boehringer gefiel es ihm sehr gut. Doch Seyfried wusste noch mehr und versuchte ihn zu beruhigen: „Machen Sie sich keine Sorgen, Sie gehen mit!“ Daran ist zu erkennen, dass es schon früher gelegentlich mit der rechtzeitigen Information der betroffenen Mitarbeiter haperte.

Und dann ging auch alles Weitere recht schnell. Im Werk Gaggenau rekrutierte man für die Abteilung Unimog mit dem Technischen Leiter Albert Friedrich und dem Kaufmännischen Leiter Dr. Alfred Rummel das nötige Personal. Hierfür warb man auch bei den Mitarbeitern des Unimog-Bereichs von Boehringer. Etwa zwanzig erklärten sich dazu bereit. Zudem erhielten sechs Mitarbeiter aus dem Werk Gaggenau den Auftrag, sich in mehreren Wochen in Göppingen in die Montage und die Besonderheiten des Unimog einarbeiten zu lassen.

Im März 1951 wurde der letzte Unimog in Göppingen montiert – 602 waren es insgesamt. Bereits am 4. Juni 1951 konnte der erste in Gaggenau montierte Unimog ausgeliefert werden – 2021 schon wieder ein Grund zum Feiern!

Dass die Gaggenauer auf die Montage des Unimog besser vorbereitet waren, wird daran deutlich, dass bereits nach sieben Monaten, am Jahresende 1951, der tausendste Gaggenauer Unimog an einen Kunden übergeben werden konnte.

Michael Wessel

Erstveröffentlichung im Badischen Tagblatt vom 26. Oktober 2020

Vor 70 Jahren: Kundenrundschreiben zum Boehringer-Unimog

Nachdem die Maschinenfabrik Gebr. Boehringer im Februar 1949 mit der Auslieferung der ersten Unimog an ihre Kunden begonnen hatten, versorgten sie diese mit Rundschreiben. Die Frequenz war offensichtlich hoch, denn am 27. November 1950 erschien bereits Rundschreiben Nummer 46 mit dem Titel „Es wird kalt!“. Darin wurde angeregt, „10 Gebote“ einzuhalten, um den neuen Alleskönner gut durch den Winter zu bringen.

Hier das komplette Kundenrundschreiben Nr. 46:

 

Das Kurzzeichen Die./Ai. lässt auf den Versuchs- und Kundendienstleiter Christian Dietrich schließen.

Uns liegt nur noch das Vertreter- und Kundenrundschreiben Nr. 39 zum Thema „Schmieröl für den Unimog“ vor. Daher die Frage: Wer hat möglicherweise die komplette Sammlung und wäre bereit, für die Archive des Unimog-Museums und des Unimog-Club Gaggenau Scans machen zu lassen?

Bitte gegebenenfalls um Kontaktaufnahme über wessel-gaggenau@t-online.de