Hoch hinaus auf 43 Meter – Unimog- und Schlepper-Freunde besichtigen die Asphaltmischanlage in Biberach

Veranstaltung der Regionalgruppe Ortenau-Elsass des Unimog-Club-Gaggenau e.V.

Am Samstag, dem 21. Mai 22, trafen sich auf Einladung des Regionalleiters Gerhard Große 12 Mitglieder und Freunde des Unimog-Club-Gaggenau, Regionalgruppe Ortenau-Elsass in Biberach-Prinzbach bei der Asphaltmischanlage der Ortenauer Baustoff & Recycling GmbH.  Anlass war eine Betriebsführung durch den Geschäftsführer Nicolas Knäble. In die Wege geleitet wurde diese Aktion von Vereinsmitglied Wilhelm Schmieder “Winterbauer” aus Prinzbach, der über 40 Jahre bei der Firma Knäble gearbeitet hat.

Um 10 Uhr startete man mit dem Fahrstuhl in die oberste Etage der Anlage. Schwindelfrei sollten die Teilnehmer schon sein, denn man stand dann auf einer Gitterrost-Plattform in 43 Metern Höhe – und nur ein Geländer trennte die Teilnehmer vom Abgrund. Die Aussicht, die sich auf das Dorf und das Kinzigtal bot, war natürlich grandios und die Teilnehmer staunten nicht schlecht. Knäble erklärte dazu, dass in dieser Höhe die Heizung der Anlage installiert war, die mit Gas betrieben wird. Obwohl die Anlage im Vergleich zum Vorgängermodell deutlich energiesparender ist, wirken sich die gestiegenen Energiepreise massiv auf die Kosten pro Kubikmeter produziertem Asphalt aus.

Die Gruppe arbeitete sich dann Etage für Etage über die Treppe nach unten. Knäble erläuterte sehr detailreich und fundiert die Abläufe in der Anlage. Insbesondere informierte Knäble immer wieder darüber wie er und seine Mitarbeiter aufgrund ihrer Erfahrung wesentliche Entwicklungen und Verbesserungen der Anlage selbst initiiert haben und durch den Hersteller Benninghoven realisieren ließen. “Und wir sind noch lange nicht am Ende”, so Knäble im Rahmen der Ausführungen.

Den Abschluss bildete dann die Betriebswarte der Anlage, von der aus alle Prozesse gesteuert und überwacht werden. Sämtliche Betriebsparameter und Messwerte werden permanent und automatisiert gespeichert und im Rahmen einer kontinuierlichen Messwert-Übertragung an die Behörden weitergeleitet. Somit kann der Betreiber jederzeit die Einhaltung der Emmissionsrichtwerte nachweisen und dokumentieren. Weitere interessante Details sind der hohe Anteil an Recyclingmaterial von 90% und mehr am Endprodukt. So werden Ressourcen geschont und wertvolle Rohstoffe mehrfach wiederverwendet. Auch interessant war, dass es über 90 verschiedene Misch-Rezepte für den ausgelieferten Asphalt gibt, da die Behörden in verschiedenen Bezirken für die verschiedenen Straßenarten unterschiedliche Rezepturen verlangen. Große bedankte sich im Anschluss bei Knäble und gab auch die Rückmeldung der Gruppe wieder: man spüre, dass die Anlage das große persönliche Steckenpferd von Knäble ist und er im wahrsten Sinne des Wortes “dafür brennt”.

Nach dem Gruppenfoto ging es in gemütlicher Fahrt zur Mittagseinkehr auf den Romanhof der Familie Ambs im hinteren Prinzbach-Tal. Bei bestem Wetter konnte man sich die Vesperplatte schmecken lassen und es war Zeit für Gespräche und Austausch. Darauf hin lud Große die Gruppe noch zu einem gemütlichen Abschluss am Vereinssitz der Regionalgruppe in der Friedenstraße in Biberach ein, wo man dann die Veranstaltung ausklingen ließ.

Fotos:
Gerhard Große, Biberach

Weiterführende Links
Asphaltmischanlage OBRG GmbH https://www.obrg.de/asphalt.html
Knäble Straßenbau https://www.knaeble-strassenbau.de/index.html
Romanhof Familie Ambs https://romanhof.de/
Benninghoven Anlagenhersteller https://www.wirtgen-group.com/de-de/unternehmen/benninghoven/
Unimog-Club-Gaggenau https://ortenau-elsass.unimog-club-gaggenau.de
Unimog- und Schlepper-Freunde Biberach e.V. https://usfb.club

Vormerken: Ausblick Jahrestreffen 2022 des Unimog-Club Gaggenau am 27. und 28. August in Bahrenfleth

Das Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau e. V. findet am 27. und 28. August 2022 im hohen Norden statt, nämlich kurz hinter Hamburg zwischen Itzehoe und Glückstadt. Damit man schon einmal einen kleinen Vorgeschmack von Bahrenfleth bekommt, hat unser rasender Reporter Axel Otersen vor Ort diesen Appetitmacher gedreht.

Pfälzer Unimog-Treffen 2022

 

Nach zwei Jahren Pause findet in diesem Jahr wieder das Pfälzer Unimog-Treffen statt.

Es findet am Wochenende nach Pfingsten, am 11. und 12. Juni 2022, in Weidenthal/Pfalz statt.

 

🚒 🔥 Unimog in Aktion: Die Feuerwehr Kirchzarten & ihr Mercedes-Benz Unimog im Schwarzwald Einsatz

🚒.👩‍🚒.❤️ Gipfelfeuer im Schwarzwald 🔥 Jetzt muss es schnell gehen: Die Freiwillige Feuerwehr Kirchzarten eilt zur Feuerwache und macht sich mit routinierten Bewegungen einsatzbereit. Dann ist alles an Bord ihres hochgeländegängigen Unimog und der Offroad-Einsatz beginnt. 🚒 🚒 🚒
 
Die ganze Story gibt’s hier: https://mbs.mercedes-benz.com/de/special-trucks/feuerwehr/leichter-loeschen-im-gelaende.html
 
Quelle: Mercedes-Benz Unimog | Daimler Truck AG

 

Azub restaurieren bei MLT einen Unimog UGN 500

Azubi Leon Andres stellt vor dem Unimog-Werk Wörth das Ergebnis der AZUBI-Projektarbeit vor

“Ganz schön abgefahrene Ausbildung” bei MLT – Azubi restaurieren Unimog UGN 500

Von Michael Wessel
Bei herrlichem Wetter stellten sich am Samstagmorgen, 4. September 2021, insgesamt 75 Unimog auf dem Parkplatz vor dem Unimog-Kundencenter im pfälzischen Wörth auf, um im Korso zum Unimog-Museum im badischen Gaggenau zu fahren. Wie in der Unimog-Szene üblich, war das Durchschnittsalter der Fahrerinnen – wieder nur wenige – und Fahrer relativ hoch. Daher fielen mir vier junge Männer besonders auf, die um einen blitzblanken schwarzen Unimog UGN 500 mit viel Chrom herumsprangen. Der sah aus, als hätten die passend in Schwarz gekleideten Jungs ihn gerade erst im dortigen Werk abgeholt. Diese „Black Edition“ musste ich natürlich mehrfach fotografieren.

Azubi Fabian Schmidt fiebert in Wörth dem Start entgegen.

 

Gleich kann es mit Startnummer 72 zwischen den anderen großen und neuen Unimog losgehen!

Auf der großen Wiese neben dem Unimog-Museum reihten sich im Anschluss an den Korso die Unimog nach ihrer Startnummer „zum Schaulaufen“ auf. Da begegnete mir wieder die „Black Edition“. Der Leiter des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab machte mich bei der Gelegenheit darauf aufmerksam, dass oben auf der Windschutzscheibe „AZUBI UNIMOG“ stand. „Was hat es damit auf sich?“ fragte ich mich.

 

Der “AZUBI UNIMOG” neben seinen anderen großen Brüdern

Stolz erklärten mir die Jungs, dass sie Auszubildende des Unimog Servicepartners MLT – das steht für die MASCHINEN.LOGISTIK.TECHNIK GmbH & Co. KG in Nesse-Apfelstädt – diesen Unimog als Ausbildungsobjekt total zerlegt und wieder neu aufgebaut haben.

 

Ausnahmsweise meist mit eher ernster Miene: Die Auszubildenden Leon Andres und Fabian Schmidt flankiert von den beiden Handwerksmeistern und Projektverantwortlichen Tobias Lins (r.) und Terence Enzian (l.)

 

Was verbirgt sich hinter MLT?

Die MASCHINEN.LOGISTIK.TECHNIK GmbH & Co. KG – kurz MLT – in Nesse-Apfelstädt hat sich auf die professionelle Wartung, Reparatur und Instandsetzung von Fahrzeugen und Geräten, vorrangig im Kommunalsektor, spezialisiert. An insgesamt elf Standorten in ganz Thüringen bietet der professionelle Dienstleister mit insgesamt 36 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen ein breites Spektrum an Wartungs- und Reparatur-Dienstleistungen für den kompletten Fahrzeug- und Gerätefuhrpark an.

Der Hauptkunde, die Thüringer Straßenwartungs- und Instandhaltungsgesellschaft mbH & Co KG allein, verfügt dabei über einen Fuhrpark mit über 260 Fahrzeugen, die rund um die Uhr bereitstehen. Hinzu kommen die typischen Anbaugeräte für den Straßenbetriebsdienst, wie Streuautomaten, Schneepflüge, Mähgeräte und über 2000 Kleingeräte (Kettensägen,Freischneider, Rüttelplatten usw.) Komplettiert wird dieser hoch spezialisierte Gerätepark mit Kehrmaschinen, Patchern, Fahrzeugen zur professionellen Ölspurbeseitigung und anderen Spezialmaschinen. Mit dabei auch 38 Unimog, die mit Sommer-und Winterdiensttechnik ausgestattet sind und im professionellen Ganzjahresbetrieb eingesetzt werden.

Nebenbei: Zum Leistungsangebot zählen auch Unimog-Fahrsicherheitstrainings.

Mehr auf: tsi-thueringen.de

Dort ist auch zu lesen: „Abgefahrene Ausbildung gefällig? Wir bilden Kfz-Mechatroniker*in Nutzfahrzeugtechnik aus“ – Das hier vorgestellte Beispiel ist total „abgefahren“! Gratulation!

Das also zu MLT

Zu dem Azubi-Projekt beantwortete mir der Technische Leiter und Prokurist von MLT, Ronny Keyser, – im Weiteren kurz RK – einige Fragen.

MW: Wie entstand die Idee, als Ausbildungsobjekt einen Unimog UGN 500 komplett zu restaurieren?

RK: Als professioneller Dienstleister für Kommunaltechnik steht bei uns die praxisorientierte Ausbildung schon immer im Fokus. Die Komplexität der einzelnen Fahrzeuge und Geräte stellt hohe Ansprüche an die Kollegen in den Werkstätten. Den Service-Spezialist der Zukunft im eigenen Haus auszubilden, ist einer der Ansprüche, die wir als anerkannter Ausbildungsbetrieb der Handwerkskammer an uns selbst haben.

Nach unserer Autorisierung zum Unimog-Servicepartner im Jahr 2020 am Standort in Mühlhausen stand schnell fest: Das nächste Projekt wird ein „Azubi-Unimog“.

An dieser Stelle gilt mein ausdrücklicher Dank unseren Gesellschaftern und den Geschäftsführern für die unkomplizierte Genehmigung und Unterstützung während des gesamten Projektes, das sich über etwa anderthalb Jahre erstreckte.

 

Beim Projektstart: Geschäftsführer Volker Trümper, Betriebsrat Matthias Schmidt, Leon Andres, Fabian Schmidt, Jonas Lemke, Technischer Leiter und Prokurist Ronny Keyser

MW: Welche Ausbildungsziele konnten damit erreicht werden?

RK: Wir haben im Vorfeld dieses spannenden Projektes mehrere Ausbildungsziele klar für uns definiert und auch umsetzen können. Besonders wichtig war uns dabei auch das Einbringen und Realisieren eigener Ideen der Azubis beispielsweise bei der Auswahl der Lackierung, des Aufbaus oder auch der Innenausstattung. Somit konnte sich jeder Azubi eindeutig mit dem Fahrzeug identifizieren.

Neben der Teambildung durch das gemeinsame Arbeiten von Serviceleitern und Azubis, war es die Mischung aus handwerklichem und digitalem „Schrauben“, die dieses Projekt so besonders gemacht hat. Der allgemein auch gern als „Schweizer Taschenmesser“ der Automobilbranche bezeichnete Unimog stellt die Kür für jeden Kfz-Mechatroniker dar. So konnten wir während des Projektes die komplette Bandbreite der technischen Innovationen des Unimog intensiv mit den Azubis trainieren. Ob Hydraulik, Elektrik/Elektronik, Karosserie und Fahrgestell oder die einzelnen Aggregate,  all dies war Bestandteil des Projektes. Von der Fehlerdiagnose und schadensbezogenen Befundung der einzelnen Aggregate und Baugruppen, der Erstellung eines Reparatur-Ablaufplanes anhand der Plattformen „WIS“ und „ASRA“, des Ermittelns der benötigten Ersatzteile mittels „EPC und Star-Order“, bis hin zum handwerklichen Instandsetzen lernten unsere Azubis mit Unterstützung unserer Serviceleiter die komplette Bandbreite einer alters- und laufzeitbezogen Instandsetzung, auch unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten, intensiv und praxisnah kennen.

MW: In welchem Zustand befand sich der Unimog?

RK: Nun, zehn Jahre professioneller Ganzjahreseinsatz und 15.000 Betriebsstunden hinterlassen sogar an einem Unimog seine Spuren. So bedauernswert sah der Unimog aus:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

MW: Wurde dann Alles „generalstabsmäßig geplant“ oder wie gingen Sie gemeinsam vor?

RK: Planung ist bei einem solch komplexen Projekt das A und O. So erstellten die Azubis unter Anleitung unserer Serviceleiter einen detaillierten Ablaufplan, um die Restaurierung „geordnet“ und insbesondere auch aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten sinnvoll zu gestalten. Hierbei mussten zum einen die unterrichtsfreien Zeiten in den Berufsschulen und überbetrieblichen Ausbildungsstätten, zum anderen die Werkstattabläufe und das prall gefüllte Tagesgeschäft der Serviceleiter in Ihren Werkstätten berücksichtigt werden.

Parallel konnten wir einige unserer langjährigen Partner für das Projekt begeistern und so beispielsweise die Lackierung und die Sattlerarbeiten im Fahrzeuginnenraum kostengünstig darstellen. Diese Arbeiten liefen teilweise parallel und sparten so zusätzlich Zeit.Anhand der folgenden Fotos kann man den Projektfortschritt erkennen.

Demontage und Vorbereitzbg von Sandstrahlen und Lackierung

                                                

 

 

 

 

 

 

 

 

Bereit zum Lackieren …                                          

Puzzelspiele…

 

 

 

 

 

 

 

Instandsetzung und Verlegung der Kabelstränge

„Hochzeit“: Einbau des komplett überarbeiteten Motors

Innenausbau

 

MW: Gab es bei der Umsetzung des Projekts unerwartete Schwierigkeiten oder Herausforderungen für die Azubis?

RK: Leider hat die Corona-Pandemie auch vor unserem Azubi-Projekt nicht Halt gemacht und unseren Ablaufplan ordentlich durcheinandergewirbelt. Neben krankheits- und quarantänebedingten Ausfällen hatten wir auch mit Lieferengpässen bei Ersatzteilen zu kämpfen.

Die größte Herausforderung- wenn auch eine unerwartet positive- war jedoch die Einladung zur Festveranstaltung anlässlich des 75-jährigen Unimog-Jubiläums. Zu diesem Zeitpunkt gab es am Fahrzeug noch einiges zu tun und eine fristgerechte Fertigstellung war keineswegs sicher. Als ich unseren Azubis und Serviceleitern von der Neuigkeit berichtete, stand jedoch für alle Beteiligten fest: „Wir fahren nach Wörth!“. Der besondere Teamgeist, der im Rahmen dieses Projektes entstanden war, zahlte sich nun aus. In jeder freien Minute wurde an der Fertigstellung des Fahrzeuges gearbeitet.

MW: Wie haben die Azubis ihr Projekt beim Abschluss beurteilt? Wie war der Lernerfolg?

RK: Da wir die Azubis von Anfang an aktiv bei der Planung und Umsetzung mit eingebunden haben, und ihre Ideen umgesetzt wurden, ist es natürlich „ihre“ Black Edition. Der Schriftzug „MLT-Azubi-Unimog“ auf der Sonnenblende und natürlich der krönende Abschluss in Wörth und Gaggenau rundeten das ganze perfekt ab.

Der direkte Lernerfolg spricht für sich: Azubi Leon Andres hat inzwischen seine Gesellenprüfung mit der Bestnote 1 bestanden und ist nun festes Mitglied der MLT-Familie. Terence Enzian befand sich während des Projekts gerade mitten in seiner durch die MLT finanzierten Meisterausbildung. Beim Arbeiten mit den Azubis konnte er erste Erfahrungen im Bereich Mitarbeiterführung sammeln. Inzwischen hat er erfolgreich seine Meisterausbildung beendet. Sein „Meisterstück“ beim praktischen Teil war natürlich der Azubi Unimog. Er leitet nun innerhalb der MLT unsere moderne Nfz-Werkstatt in Rudolstadt. Zwei absolute Erfolgsgeschichten, die eindrucksvoll zeigen, wie man als Unternehmen dem Fachkräftemangel aktiv entgegenwirken kann.

MW: Haben sich Auszubildende mit dem Unimog-Virus infiziert oder hatten sie diesen schon in sich?

RK: Die Faszination Unimog ist bei uns im Unternehmen generell stark ausgeprägt. Dies untermauert auch die Autorisierung zum Servicepartner. Durch dieses Projekt ist es uns gelungen, diese Faszination an die zukünftige Generation von Unimog-Servicetechnikern weiter zu geben. Das Projekt mit dem krönenden Abschluss der Teilnahme am Unimog-Korso “75 Jahre Unimog” nachmen wir zum Anlass, als MLT Firmen-Mitglied im Unimog-Club Gaggenau zu werden.

MW: Ganz herzlichen Glückwunsch zu diesem Projekt, bei dem die Auszubildenden den Erfolg ihrer Arbeit auch beim großen Fest „75 Jahre Unimog“ ganz besonders erleben und präsentieren konnten. Ganz schön abgefahren!

Nachlese:

Vom Azubi-Projekt zum Meistermacher-Handwerksmeister Terence Enzian stolz vor seinem „Meisterstück“

Geschäftsführer Volker Trümper gratuliert dem frisch gebackenen Gesellen Leon Andres

 

 

 

                 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Fotos: MLT und Michael Wessel

Stefan Schwaab – Mister Unimog-Museum – wurde 70

Der Vorsitzende des Vereins Unimog-Museum, Stefan Schwaab, ist jetzt auch stolzer Besitzer eines Unimog 411

Stefan Schwaab – Mister Unimog-Museum – wurde 70

Zu seinem 70. Geburtstag am 9. Mai hat sich Stefan Schwaab selbst ein Geschenk gemacht: einen Unimog 411. Stefan Schwaab hat in den letzten 20 Jahren seine Idee eines repräsentativen Unimog-Museums nicht nur umgesetzt sondern dieses auch um eine Unimog-Werkstatt und demnächst um einen Erweiterungsbau ergänzt.

Es ist bewundernswert, wie viele Ideen er als 1. Vorsitzender des Museums-Vereins in diese Projekte beingebracht und mit welcher Zielstrebigkeit und Hartnäckigkeit er sie bis ins Detail erfolgreich umgesetzt hat. Soviel sei schon mal verraten: Mit dem Erweiterungsbau ist noch nicht Schluss!

Seine berufliche Karriere begann bei Daimler-Benz mit der Ausbildung als Maschinenschlosser. Nach einer Techniker-Ausbildung war er Hauptgruppenleiter in der Fertigungsplanung, bevor eine atemberaubende Entwicklung als Arbeitnehmervertretung begann. Als Mitglied des Gesamtbetriebsrats gehörte er letztlich auch dem Aufsichtsrat des Konzerns an. Viele richtungsweisende Entscheidungen sind mit seinem Namen verbunden.

Er hat viele Spendenaktionen innitiiert. So auch die Aktion „Unimog für Afrika“ für die Deutsche Notärztehilfsorganisation.

Und ganz nebenbei ist Stefan Schwaab noch in seiner Heimatstadt Gaggenau ein sehr engagierter Stadtrat.

Stefan Schwaab hat mit seiner Frau Evi zwei Kinder und freut sich über zwei Enkelkinder. Außer seinem Fulltime-Hobby Unimog-Museum findet er noch Zeit zum Wandern, zum Golfen und gelegentlich auch zum Segeln.

Text und Foto: Michael Wessel

UCG-Teilemarkt 2022

14.05.2022 Teilemarkt in Kuppenheim (bis 12:00 Uhr) 

 
Veranstaltung von Unimog-Club Gaggenau
 
Laufzeit: 5 Std.
 
Öffentliche Veranstaltung bei freiem Eintritt
Veranstaltungsort
Der diesjährige Teilemarkt findet auf dem Motoballplatz des MSC Puma statt (Eichetstraße 39 in 76456 Kuppenheim).
 
Bewirtung
Für das leibliche Wohl sorgen in der Zeit von 08:00 bis 13:00 Uhr die Mitglieder des MSC Puma. Für alle Verkäufer gilt die Händler-Richtlinie des UCG. Diese kann der Homepage entnommen oder in der Geschäftsstelle angefordert werden.
 
Zeiten/Ablauf:
ab 6:00 Uhr Aufbau durch den UCG
ab 7:00 Uhr Aufbau Verkäufer
ab 8:00 Uhr Zugang für Käufer / Bewirtung durch den MS Puma
ab 12 Uhr Abbau Verkäufer
ab 13 Uhr Ende der Bewirtung

Osterausfahrt der UCG-Regionalgruppe Breisgau

Wie könnte man ein verlängertes Oster-Wochenende schöner beginnen, als mit einer Unimog-Ausfahrt durch den blühenden Kaiserstuhl.

Treffpunkt am Karfreitag bei schönstem Frühlingswetter war Nutzfahrzeuge Schmolck.

Die Fahrt ging durchs Umland Emmendingens Richtung Kaiserstuhl. Die Tour führte über Eichstetten, durch die Rebberge nach Bahlingen, über die Schelingerhöhe nach Schelingen, Oberbergen, Oberrotweil, Bickensohl, Achkarren, Burkhard und Jechtingen zum Rastpunkt bei der Eichertkapelle.

Dort gab es eine Stärkung mit selbstgemachtem Hefezopf, Kaffee und Getränken. Danach ging es durch die Rebberge weiter über Sasbach, Leiselheim zur Eismanufaktur Kaiserstühler “Landeis” in Königschaffhausen. Nach einem leckeren Eis fuhr der Unimog-Korso über Amoltern nach Endingen.

Auf dem Betriebshof von Andreas Glockner wurde gegrillt, gelacht und getrunken. Man saß bis früh in den Morgen um die Feuerschale. Zahlreiche Unimogler übernachteten in ihren Unimog im Wohnwagen. Nach einem leckeren Frühstück mit Speckeiern löste sich die gesellige Runde dann auf.

#unimog #unimogclubgaggenau #breisgau #ucg #daimler #unimogclub #mercedes #mercedesbenz

 

Südtiroler Unimogtreffen am Speikboden 17. – 19. Juni 2022 

 

Treffen der Mercedes-Benz Special Trucks am Speikboden

Seid ihr bereit für ein Wochenende voller Abenteuer und Erlebnisse mit Unimog-Begeisterten aus nah und fern? Habt ihr Lust, die Universal-Motor-Geräte aus Südtirol, Italien, Schweiz, Österreich und Deutschland zu besichtigen und spannende Geschichten der Besitzer zu erfahren?

Dann kommt vom 17. – 19. Juni 2022 zu den Bergbahnen Speikboden in Südtirol und erlebt mit uns einige Tage mit den Special Trucks der Mercedes-Benz. Wir haben uns ein abwechslungsreiches Programm für alle Teilnehmer ausgedacht und freuen uns schon jetzt auf viele Besucher!

ZUR ANMELDUNG

ZUM PROGRAMM


 

Freitag, 17. Juni 2022

MB-trac: Starker Anfang 1972, trauriges Ende 1991

Der größte jemals gebaute MB-trac ist der 1800er intercooler – hier in seiner hellgelbgrünen Standardfarbe. Foto: Carl-Heinz Vogler 

Von Carl-Heinz Vogler

Am 17. Dezember 1991 lief der letzte MB-trac vom gemeinsamen Montageband für Unimog und MB-trac. Eine Ära ging zu Ende. Aus diesem Anlass hielt Peter Schreck, der damalige Technische Werkleiter im Mercedes-Benz Werk Gaggenau, vor den Führungskräften, Mitarbeitern und Betriebsräten eine emotionale Abschiedsrede:

„Mit dem Bandablauf des letzten MB-trac geht heute eine 18-jährige Produktionszeit im Hause Mercedes-Benz zu Ende. Unser Zusammentreffen hier am Unimog-Band ist sicherlich für uns alle kein besonders erfreulicher Anlass. Ich möchte aber trotzdem diese Gelegenheit wahrnehmen und Ihnen auch im Namen meines Werkleiterkollegen Hans-Jürgen Wischhof für die langjährige Einsatzbereitschaft und Verbundenheit mit dem Produkt zu danken“, so Peter Schreck.

Bandablauf inmitten der Weihnachtszeit

Etwas kurios und wenig sensibel gewählt war der Termin des Bandablaufs des MB-trac. Der 17. Dezember fiel auf einen Dienstag, eine Woche vor Heilig Abend. Viele Abteilungen hatten bereits ihre Weihnachtsfeiern hinter sich und die Büros waren alle schon auf das kommende Fest geschmückt. Damals durfte man noch Christbäume in den Abteilungen aufstellen. Auf dem Weg zum Bandablauf im Bau 44c hörte ich einen Kollegen aus der Konstruktion den Satz sagen: „Gehst du auch zur Beerdigung des MB-trac?“

In der großen Fabrikhalle war es noch nie so ruhig wie in diesem Moment. Die Stimmung vor Ort glich tatsächlich der einer Beerdigung eines guten Freundes. Die gewohnten Produktionsgeräusche wie Hämmern, Pressluft, Motoren, Stapler oder Bandgeräusche waren verstummt. Für die Nachwelt wurde kaum fotografiert. „Nichts ist so beständig wie die Veränderung, und so leben einzelne Produkte nicht ewig. Auch wenn es unerfreulich ist, sich von einem Produkt zu verabschieden, zu dem man durch tägliche Arbeit einen engen Bezug hat, so ist das doch manchmal nicht zu umgehen“, meinte Peter Schreck. 

 

Mit diesem kleinen MB-trac 65/70 fing alles an – sehr vielversprechend: Die DLG 1972 in Hannover wurde mit 350 bestellten Exemplaren ein riesiger Erfolg. Foto: Carl-Heinz Vogler

„Wie konnte es nur soweit kommen?“, flüsterte der neben mir stehende Unimog-Produktionsmeister Bruno Hartwig. Auch Gustav Krettenauer, er hatte die Idee zum MB-trac, und Projektleiter Martin Tegtmeier schüttelten immer wieder ihre Köpfe, als wollten sie sagen: „Das darf doch alles nicht wahr sein!”

Rückblende

Auf der DLG-Ausstellung 1972 in Hannover wurden erstmals zwei konkurrierende Systemschlepper vorgestellt, der MB-trac 65/70 von Mercedes-Benz und der Intrac 2002 von KHD (Deutz), Köln. Die beiden Konzepte konnten unterschiedlicher nicht sein: Der MB-trac basierte auf Komponenten des Unimog mit mittig angeordnetem Fahrerhaus, der Intrac war ein Standardschlepper mit Frontsitzkabine. 

Die DLG in Hannover wurde mit 350 bestellten MB-trac 65/70 ein riesiger Erfolg und rangierte hier bereits schon weit vor dem Intrac. Viele Besteller vertrauten dem neuen Konzept aus Gaggenau schon „fast blind“, obwohl noch keine Garantien für den Liefertermin vorlagen. Vom Serienanlauf im Juli 1973 bis Ende desselben Jahres wurden aber immerhin 520 MB-trac an die erwartungsvollen Kunden ausgeliefert. Die Gaggenauer waren demnach offensichtlich auf dem richtigen Weg. 

Das unrühmliche Ende das MB-trac 

Bereits zur DLG 1974 wurde mit dem MB-trac 95/105 eine Schwere Baureihe vorgestellt. Der am meisten gebaute und erfolgreichste Schlepper ist der MB-trac 800 mit 11.542 Einheiten während der MB-trac 1800 intercooler mit 180 PS der leistungsstärkste und zugleich der letzte MB-trac ist. 

Alle MB-trac zusammen brachten es in den 18 Jahre bis zum Bandablauf im Dezember 1991 auf 41.365 Einheiten. Das entspricht fast zehn Prozent aller Fahrzeuge, die im Werk Gaggenau produziert wurden. Ohne auf die vielen Zwischenschritte einzugehen, die bereits Mitte der 80er-Jahren im Unternehmensbereich Unimog eingeleitet wurden und letztendlich vergebens waren, werden hier einige Eckpunkte aufgelistet:

Es wurden umfangreiche Benchmarks betrieben und bereits 1984 ein Marktforschungsinstitut eingeschaltet. Ziel war es, Stärken und Schwächen des Produkts MB-trac transparent zu machen. Viele innovative Konzepte und Ideen lagen danach auf dem Tisch, aber keine konnten so richtig überzeugen. Der Entwicklungsaufwand für „Neues“ war zu hoch, wobei das Risiko den Unimog oftmals direkt betroffen hätte. Die noch 1972 angestrebte Teilegleichheit von 60 Prozent mit der Unimog-Familie war zudem nicht annähernd erreicht worden. 

„Der Vorstand entschloss sich für eine Vorwärtsstrategie und ergriff die Initiative für eine Landmaschinenunion mit vier gleichberechtigten Partnern, in die Daimler das MB-trac Geschäft einbringen würde. Dazu kam es jedoch nicht“, erinnert sich Hans-Jürgen Wischhof: „Der Schleppermarkt schrumpfte in den 1980er-Jahren in Europa dramatisch. Es lag daher nahe, dass KHD und Daimler Gespräche führen mit dem Ziel, dass das Geschäft mit Systemtraktoren von KHD fortgeführt wird und dort auch der MB-trac-Nachfolger entwickelt und produziert wird. Aber auch dazu kam es nicht. KHD sah sich im November 1990 nicht in der Lage, den in der Entwicklung befindlichen MB-Nachfolger wirtschaftlich darzustellen. Im Interesse eines geordneten Auslaufs wurde der MB-trac dann noch ein Jahr produziert“, so Wischhof. 

Viele Umstände bedingten das Aus

Das wirtschaftliche Umfeld war Ende der 80er-, Anfang der 90er-Jahre schwierig:

  • Die Schlepperzulassungen in Europa beziehungsweise in Deutschland waren mit 33 Prozent stark rückläufig.
  • Dramatischer Rückgang der Erzeugerpreise und damit reduzierte Investitionsbereitschaft.
  • Höfesterben bei den Bauern.

Statt Neuentwicklungen wurde nur noch Modellpflege betrieben. Die neuen Modelle (1987) kamen zu spät. Marktanalysen fanden zu wenig Beachtung. Gerätehersteller und Kunden zogen sich zurück. 

Der Partner Deutz (KHD) war der Situation nicht gewachsen und erklärte bereits Ende 1990 den Rückzug aus dem Geschäft mit Systemtraktoren. Vergleichbare Standardschlepper waren deutlich günstiger.

Der Schwerste und der Letzte

MB-trac 1800 intercooler: Er ist der schweren Trac-Baureihe zuzuordnen und wurde mit insgesamt 190 Stück in nur knapp zwei Jahren bis 1991 gebaut.

Dank seines Sechszylinder-Lkw-Motors OM 366 LA (L = Ladeluftkühlung, A = Abgasturbolader, intercooler steht für Ladeluftkühler) bringt es dieser Gigant auf 180 PS (132 kW). Er war zu seiner Zeit der größte Systemschlepper. 

Die namhaften Schlepperfirmen übernahmen das MB-trac-Konzept, einschließlich des Drehsitzes, und wurden damit erfolgreich. Noch heute sind diese Top-MB-trac gesuchte Sammlerobjekte. Gut erhaltene Modelle werden schon mal mit über 100.000 Euro gehandelt. 

Einer der letzten produzierten MB-trac, ein 1800 intercooler, in einmaliger Sonderlackierung „Black Edition“, steht im Unimog-Museum. 

Zwei MB-trac bei einem Aktionstag im Unimog-Museum. Foto: Carl-Heinz Vogler

Erstveröffentlichung im Dezember 2021 in den Badischen Neuesten Nachrichten und im Badischen Tagblatt

Und hier noch eine kleine “Zugabe”:

Der MB-trac 1800 intercooler als “Black Beauty” im Unimog-Museum. Foto: Michael Wessel

 

Aktuelles aus dem Club – UCG Newsletter April 2022

+++  Newsletter April 2022 Download ++  Newsletter April 2022  for English Download PDF ***

 

Liebe Mitglieder, liebe Regionalbeauftragte, liebe Unimog-Freunde,

nachdem der März so sonnig war wie selten zuvor, kam im April der Winter noch einmal zurück. Dennoch wird es Zeit, das eigene Fahrzeug wieder für die kommende Saison auf Hochglanz zu bringen. Dieses Jahr finden viele Veranstaltungen statt, die Sie mit Ihrem Unimog oder MB-trac besuchen können. Wir freuen uns sehr darüber, ein wenig zur Normalität zurückkehren zu können und in bis jetzt in der Lage sind, alle geplanten Veranstaltungen in gewohnter Weise durchzuführen. Der Terminplan ist bereits gut gefüllt.

MITGLIEDERVERWALTUNG

Beitragseinzug

Am 1. März 2022 wurde der Jahresbeitrag eingezogen.

Mitgliederstand

Unser Verein zählt derzeit 7.775 Mitglieder; die höchste vergebene Mitgliedsnummer ist die 11.660.

NEUIGKEITEN AUS DEN REGIONALGRUPPEN

In diesem Jahr muss in einigen Regionalgruppen neu gewählt werden, was bedeutet, dass sich unsere Regionalbeauftragten sowie Stellvertreter für weitere zwei Jahre zur Wahl stellen können. Da seit der Pandemie die Stammtische und Wahlen oft abgesagt werden mussten, stehen nun einige Regionalgruppen in den Startlöchern für die Neuwahlen.

Glan-Nahe-Hunsrück

 

Bisher war Franz-Jürgen Heimer als Stellvertreter tätig. Dieses Amt legte er nieder. Er möchte in Zukunft weiterhin als Unterstützung (sozusagen als dritter Mann) zur Verfügung stehen. Als Nachfolger wurde Wolfgang Misamer gewählt. Bisher war er sein Stellvertreter und ist also schon bestens eingearbeitet.


Wolfgang Misamer

Foto: Jürgen Gerbig

 

Österreich-Ost

Auch in unserem Nachbarland gibt es Neuerung. Der bisherige Stellvertreter Stefan Hechtl stellte sich nicht mehr zur Wahl. Sein Nachfolger ist nun Matthias Hirsch.

Bayrisch-Schaben

In der Regionalgruppe Bayrisch-Schwaben vertrat jahrelang Sven Hornung den Verein als Regionalbeauftragter. Sein Stellvertreter Klaus Scherer wird nun in seine Fußstapfen treten. Als neue Stellvertreterin konnte Klaus sein Ehefrau Gerti Roth-Scherer überzeugen. Wir freuen uns über die weibliche Unterstützung und dass das Virus Unimog innerhalb der Familie übertragen wurde.

Gerti Roth-Scherer

Foto: Klaus Scherer

 

Wir bedanken uns bei allen ehemaligen Funktionsträgern für Ihr Engagement. Ebenso freuen wir uns auf die zukünftige Zusammenarbeit mit den Neuen.

NEUIGKEITEN AUS DER GESCHÄFTSSTELLE

Unsere 450-Euro-Kraft Sara Wörner wird als Bürokraft vorerst nicht mehr zur Verfügung stehen. Die Arbeiten im Lager sowie für den Clubshop sind abgearbeitet. Inzwischen wurde ein neues Rechnungsprogramm angeschafft, welches die Erstellung der Clubshop Rechnung vereinfacht. Bei dieser Umstellung war Sara tatkräftig beteiligt. Auch gibt es inzwischen ein gut sortiertes und aufgeräumtes Lager mitsamt aktueller Inventarliste, was ebenfalls Saras Unterstützung zu verdanken ist. Bei wiederkehrender „Not am Mann/bzw. der Frau“ werden wir sicherlich wieder auf Ihre Hilfe zurückgreifen. Wir bedanken uns für das Engagement und Ihren Einsatz.

Sprechzeiten

Die telefonischen Sprechzeiten der Geschäftsstelle haben sich geändert. Sie erreichen Beatrice Ehrlich immer montags, mittwochs und freitags von 10-12 Uhr sowie nach Vereinbarung. Frau Ehrlich ist auch zusätzlich außerhalb dieser Zeiten in den meisten Fällen erreichbar.

Infos von der Vorstandschaft

Kassenprüfung

Die Kasse stimmt! In den Räumen der Geschäftsstelle fand die jährliche Kassenprüfung statt. Das erste Mal durften wir die neu gewählten Kassenprüfer Hubert Jehnes und Michel Dicke hier empfangen. Es konnte eine einwandfreie Kassenprüfung festgestellt werden. Wir danken den beiden für Ihr Kommen und ihren Einsatz. Details zum Kassenstand erhalten Sie in ausführlicher Form bei unserer Mitgliederversammlung am 14.05.2022.


Foto: Beatrice Ehrlich


BESUCHTE VERANSTALTUNGEN

 

Die Messen in Essen und Kassel fanden unter Corona-Bedingungen statt. Ein kleiner Stand auf der Technorama in Kassel wurde durch Harald Siegert und seinem Team betreut. Mit zwei Fahrzeugen wurde bei der Techno Classica in Essen der Club großflächig präsentiert. Das Orga-Team um John von Dijk, Rainer Hildebrandt, Angelika Grieb-Erhardt und Klaus Lukas waren erfreut über die vielen Besucher und Interessenten. Auch das Unimog-Museum war mit auf dem Stand integriert. Nach Zeiten der Pandemie war dies die erste große Veranstaltung für Gäste und Aussteller. Natürlich war der Andrang nicht so hoch wie vor der Corona-Zeit, doch es war natürlich auch wichtig, endlich wieder Präsenz zeigen zu können. Wir bedanken uns bei beiden Teams, dem Standpersonal, den Helfern hinter den Kulissen sowie den Mitgliedern, die Ihr Fahrzeug als Exponat zur Verfügung gestellt hatten.

Fotos: Klaus Lukas

 

BEVORSTEHENDE VERANSTALTUNGEN

Messe Stuttgart

Die nächste große Veranstaltung ist die Messe in Stuttgart. Vom 21. – 24.04.2022 findet hier die Retro Classics statt. Zum wiederholten Male zieht Werner Vögele derzeit im Hintergrund schon alle Fäden, um diese Veranstaltung zu organisieren. Der UCG und das Unimog-Museum sind mitsamt Team und Exponaten am Start. Besuchen Sie uns!

Messe Friedrichhafen

Zum ersten Mal möchten wir unseren Verein bei der MOTORWORLD Classics Bodensee präsentieren. Wir sind gespannt, was uns und das Unimog-Museum am „Schwäbischen Meer“ erwartet.

Regionalbeauftragten-Tagung

Im Normalfall treffen sich unsere Funktionsträger zwei Mal pro Jahr, außer die Welt erlebt eine Pandemie. Dann finden diese Veranstaltungen gar nicht oder virtuell statt. Wir kehren ein Stück zurück zur Normalität und freuen uns, alle Ehrenamtlichen am 13.05.2022 zur Frühjahrstagung zu treffen. Hier ist Zeit und Platz zum Austausch untereinander, sowie mit der Vorstandschaft.

 

Teilemarkt

Anbei erhalten Sie alle Infos sowie das Anmeldeformular, falls Sie selbst Ihre Ersatzteile zum Kauf anbieten möchten. Anmeldungen sind ab und bis zum 30.04.2022 sofort möglich.

Anmeldeformular für den diesjährigen Teilemarkt des Unimog-Club Gaggenau am 14. Mai 2022 – Unimog-Club Gaggenau e. V. (unimog-club-gaggenau.de)

 

Hier alle wichtigen Daten zusammengefasst:

Termin:          Samstag, 14.05.2022

Ort:                 Motoballplatz MSC Puma, Eichetstraße 39, 76456 Kuppenheim

Uhrzeiten:     ab 6:00 Uhr Aufbau durch den UCG

ab 7:00 Uhr Aufbau Verkäufer

ab 8:00 Uhr Zugang für Käufer / Bewirtung durch den MS Puma

ab 12 Uhr Abbau Verkäufer

ab 13 Uhr Ende der Bewirtung

 

Mitgliederversammlung

Wie immer können Sie den Teilemarkt mit der am Nachmittag stattfindenden Mitgliederversammlung verbinden. Die Tagesordnung finden Sie im aktuellen Heft’l sowie auf der Homepage. Sicherlich interessant wird der Beitrag von Prof. Koch sein. Das Thema lautet „Technologieoptionen für den Antrieb der Zukunft. Hat der thermodynamische Motor wirklich ausgedient?“ Ebenso bietet Stefan Schwaab eine Führung über die Baustelle an. Wir sind gespannt, wie sich die Baumaßnahmen bis dahin entwickeln. Vielleicht kann alles schon in der neuen Halle stattfinden. Wir werden uns überraschen lassen.

Hier alle wichtigen Daten zusammengefasst:

Termin:          Samstag, 14.05.2022

Ort:                 Unimog-Museum Gaggenau

Beginn:          14:00 Uhr

Hinweis:         Bitte bringen Sie Ihre Club-Card mit

 

Jahrestreffen UC Niederlande

Der Unimog-Club Niederlande veranstaltet sein Jahrestreffen dieses Jahr vom 10.-12.06. in Nijnsel. Genaue Infos finden Sie auf der Homepage des Unimog-Club Niederlande

10 Jahre UC Italia

Unsere italienischen Freunde haben allen Grund zum Feiern. Der Unimog-Club Italia besteht seit 10 Jahren. Dies wird vom 1. bis 3. Juli 2022 nach italienischer Art natürlich gefeiert ala „dolce vita“. Der Ort der Veranstaltung (Cervinia) liegt direkt an der Grenze zwischen Schweiz und Italien. Das Matterhorn ist dort von der italienischen Seite aus zu bewundern. Sobald uns Details und Infos vorliegen, sind diese auf der Homepage des UCI zu finden.

Unimog-Treffen Speikboden

Dieses und nächstes Jahr wird nochmal geübt, übernächstes Jahr geht’s dann richtig los. Die Rede ist von Speikboden. Das seit einigen Jahren stattfindende Treffen rund um die Bergbahn Speikboden soll im Jahr 2024 der Austragungsort unseres Jahrestreffens sein. Dieses Jahr findet die Veranstaltung vom 17.-19.06.2022 statt. Das Programm steht bereits fest und Anmeldungen sind auch bereits möglich:

https://www.skiworldahrntal.it/de/highlights-sommer/events/unimog-speikboden


JAHRESTREFFEN

Das im Jahr 2020 geplante Jahrestreffen in (Bahrenfleth) Schleswig-Holstein fiel leider der Pandemie zum Opfer. Doch aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Deshalb freuen wir uns, dass es dieses Jahr nun alles wie vorher angedacht stattfinden kann. Die Anmeldung ist ab dem 15.06.2022 möglich. Details und das Anmeldeformular werden im Juni-Heft’l veröffentlicht.

UNIMOG-MUSEUM

Internationaler Museumstag

Am Sonntag, dem 15. Mai lädt das Museum alle Unimog-Begeisterte im Rahmen des internationalen Museumstag zum kostenlosen Besuch ein. Es gibt zudem offene Führungen und sofern möglich inklusive einem exklusiven Einblick in den Erweiterungsbau.

Baustellen-Update

Seit dieser Woche wird die Wand zwischen Alt- und Neubau abgerissen. Die Fassade ist weitgehend fertiggestellt, die Dachisolierung ebenso. Im Trockenbau werden derzeit die Innenwände für den Sanitärbereich und den Veranstaltungsraum erstellt. Auch der Elektriker und der Sanitärinstallateur beginnen zeitnah mit ihrer Arbeit.

Fotos: Stefan Schwaab, Annemarie Gühmann


CLUB-SHOP

Sonderhefte

Spezial U 406

Das Unimog Spezial Heft‘l über den U 406 hat eine neue (inzwischen dritte) Auflage erhalten. Inhaltlich wurde nichts geändert. Das Sonderheft kostet 15,00 Euro zzgl. Versandkosten und ist in unserem Shop erhältlich.

Sonderaktion im Monat April und Mai

Das Heft‘l 100, eine Sonderausgabe anlässlich des 25. Vereinsjubiläums, wird ab sofort für 6,00 Euro (zzgl. Versandkosten) verkauft anstelle für 11,00 Euro. Die Chronik des UCG wurde von Hans-Jürgen Wischhof dokumentiert und ist eine Erinnerung für alle UCG-Fans.

 

TERMINVORSCHAU 2022

(unter Vorbehalt)

April

21.-24.04.2022        Messe Retro Classics                                 Stuttgart

 

Mai

06.-08.05.2022        Messe MOTORWORLD Classics            Friedrichshafen

13.05.2022                RB-Tagung                                                  Gaggenau

14.05.2022                Teilemarkt (morgens)                                 Kuppenheim

                                    Mitgliederversammlung (nachmittags)    Gaggenau

 

Juni

10.-12.06.2022        Jahrestreffen UC Niederlande                  Nijnsel

17.-19.06.2022        20 Jahre RG Rhein-Main                           Aufenau

17.-19.06.2022        Unimog-Treffen                                           Speikboden

 

Juli

01.-03.07.2022        10 Jahre Unimog-Club Italia                     Cervinia

29.-31.07.2022        Weltenbummlertreffen                                Gaggenau

 

August

05.-07.08.2022        Jahrestreffen UVC                                      Meinbrexen

12.-14.08.2022        Schweiz-Rundfahrt                                     Chur

27. – 28.08.2022 Jahrestreffen UCG                                     Bahrenfleth

                       

Herzlichst, Ihr / Euer Vorstand

Vormerken: Ausblick Jahrestreffen 2022 des Unimog-Club Gaggenau am 27. und 28. August in Bahrenfleth

Das Jahrestreffen des Unimog-Club Gaggenau e. V. findet am 27. und 28. August 2022 im hohen Norden statt, nämlich kurz hinter Hamburg zwischen Itzehoe und Glückstadt. Damit man schon einmal einen kleinen Vorgeschmack von Bahrenfleth bekommt, hat unser rasender Reporter Axel Otersen vor Ort diesen Appetitmacher gedreht.

Anmeldeformular für den diesjährigen Teilemarkt des Unimog-Club Gaggenau am 14. Mai 2022

PDF-Anmeldung Teilemarkt 2022
Word-Anmeldung Teilemarkt 2022

Im Anhang finden Sie alle Infos sowie das Anmeldeformular für den diesjährigen Teilemarkt. Da unsere Mitgliederversammlung bereits um 14 Uhr im Unimog-Museum beginnt, ist dieses Jahre bereits ab 12 Uhr Abbau beim Teilemarkt. Die Bewirtung durch den MS Puma ist bis 13 Uhr gewährleistet.

Information und allgemeine Hinweise zum Teilemarkt 

Veranstaltungsort 

Der diesjährige Teilemarkt findet auf dem Motoballplatz des MSC Puma statt (Eichetstraße 39 in 76456 Kuppenheim). 

Standflächen 

Alle Standflächen sind nach einem festen Schema gerastert. 

Anmeldung 

Die Anmeldung ist kostenpflichtig. Das ausgefüllte Anmeldeformular senden Sie bitte bis zum 30.04.2022 an die Geschäftsstelle. Vorortanmeldungen sind ebenfalls möglich. 

Standflächenvergabe 

Die Reihenfolge der Anmeldung bestimmt die Vergabe der Standflächen. 

Bewirtung 

Für das leibliche Wohl sorgen in der Zeit von 08:00 bis 13:00 Uhr die Mitglieder des MSC Puma. Für alle Verkäufer gilt die Händler-Richtlinie des UCG. Diese kann der Homepage entnommen oder in der Geschäftsstelle angefordert werden. 

Zeiten 

Hier nochmals die Zeiten als Zusammenfassung 

  • ab 6:00 Uhr Aufbau durch den UCG 
  • ab 7:00 Uhr Aufbau Verkäufer 
  • ab 8:00 Uhr Zugang für Käufer / Bewirtung durch den MS Puma 
  • ab 12 Uhr Abbau Verkäufer 
  • ab 13 Uhr Ende der Bewirtung 

 

Einblicke von der Oldtimermesse Techno Classica und vom Clubleben des Unimog-Club Gaggenau

Einblicke von der Oldtimermesse Techno Classica und vom Clubleben des Unimog-Club Gaggenau. Jetzt unbedingt anschauen:

 

Geballte Informationen: „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“

Peter Schneider, Jahrgang 1936, schuf in den letzten 20 Jahren unter anderem ein Nachschlagewerk zum Unimog

„Alles aus dem Schneider!“

In zwanzig Jahren entstand ein Unimog-Standardwerk von Peter Schneider

Von Michael Wessel

Die meisten Autoren von Unimog-Büchern sind in der Szene bekannt, da sie auch bei Unimog-Großveranstaltungen oder im Unimog-Museum Vorträge halten oder in Fachartikeln mit Foto abgebildet sind. Anders ist es bei Peter Schneider. Er arbeitet unermüdlich eher im Stillen.

2001 war für mich ein besonderes Jahr, denn da haben wir in Gaggenau „50 Jahre Mercedes-Benz Unimog“ gefeiert. Ich war Organisator und zugleich Vorsitzender des Unimog-Club Gaggenau. 2001 war aber auch für Peter Schneider ein besonderes Jahr, denn da erhielt er vom Motorbuch Verlag den Auftrag, einen Unimog-Typenkompass – verteilt auf zwei Ausgaben – zu schreiben. Profiliert hatte er sich für diese Aufgabe durch vorherige Veröffentlichungen über Lanz, Fendt und John Deere. So unter anderem auch mit dem Buchtitel “Die NSU-Story”. Diese hatten eine besonders positive Resonanz. Unimog war für ihn zwar kein Neuland aber er musste sich trotzdem erst in die Thematik und Vielfalt reinknien.

Die beiden kleinen Bände “Typenkompass Unimog” waren für Peter Scheider der Einstieg in die Unimog-Welt.

 

Bei der Suche nach passendem Bildmaterial besuchte mich im Jahr 2001 Peter Schneider in Gaggenau. In einigen Fällen konnte ich gleich helfen und weitere Bilder nachreichen. Schon nach kurzer Zeit kamen diese ersten beiden Bände auf den Markt.

Inzwischen hat sich Peter Schneider mit seinen Veröffentlichungen zum Unimog in der Szene einen Namen gemacht und jetzt eine neue überarbeitete Ausgabe seines Standardwerkes „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“ – wie immer im Motorbuch Verlag  – mit 440 Seiten (!) auf den Markt gebracht.

Dies habe ich zum Anlass genommen, nach rund 20 Jahren Peter Schneider (PS) zu den Jahren dazwischen zu befragen.

MW:

Sie hatten zwar Vorerfahrungen durch die Veröffentlichungen zu anderen Marken, wie groß war die Herausforderung, die ersten beiden Ausgaben „Typenkompass Unimog“ zu schreiben und wie gingen Sie vor?

PS:

Eigentlich war der Einstieg in dieses spezielle Thema für mich nicht allzu schwer, denn von der redaktionellen Arbeit her machte ich gleich da weiter, wo ich nach meiner beruflich aktiven Zeit in der Porsche-Öffentlichkeitsarbeit als Museumsleiter aufgehört hatte. Im Vorruhestand angekommen, wurde nun mein Beruf zum vielbeschäftigten Hobby.

Doch angefangen hat alles bereits schon in den 1960er Jahren, als ich in die NSU Presse- und Werbeabteilung kam, wo ich Gelegenheit hatte, die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit von der Pike auf zu lernen. Dabei sollte der Neuaufbau des „Historischen NSU-Archivs“ als zusätzliches Betätigungsfeld zum „Schlüsselerlebnis“ für mein künftiges Berufsleben werden. Bald war ich ausgewiesener Fachmann in Sachen NSU-Geschichte und meine Archivarbeit wurde zu einem neuen und festen Bestandteil der erfolgreichen NSU-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Vor allem hatte ich Gelegenheit, nationale und internationale Journalisten und Fachbuch-Autoren mit wichtiger Recherchearbeit redaktionell zu unterstützen. Diese Arbeit sollte meinen weiteren Berufsweg entscheidend beeinflussen, denn sowohl die Neugestaltung und Leitung des BMW-Museums in München als auch später die Leitung des Porsche-Museums in Stuttgart-Zuffenhausen trugen meine Handschrift. Zahlreiche Privat-Museen unterstützte ich zudem mit Rat und Tat.

Vor allem ist es mir im Rahmen meiner Pressearbeit gelungen, die Firmengeschichte wie auch das historische Firmenarchiv als einen wichtigen Bestandsteil der Öffentlichkeitsarbeit in den jeweiligen Firmen zu integrieren. Schon bei meiner Arbeit in der NSU-Presseabteilung hatte ich beruflichen Kontakt zu dem Journalisten und Buchautor Werner Oswald, dessen Fachbücher mich von Anfang an begeisterten. Dieser Kontakt setzte sich dann in der BMW-Presseabteilung und danach in der Porsche-Pressearbeit fort.

Und weil ich einen Neigungsberuf hatte, machte ich auch im Rentenalter so weiter und intensivierte deshalb meine langen und guten Kontakte zum Stuttgarter Motorbuchverlag. Mein erster Kontakt zu Unimog begann im Juni 2001 mit Recherchen im Werk Gaggenau für meine erste Unimog-Typenkompass Ausgabe. Unterstützt wurde ich vor allem von der Daimler-Presseabteilung und vom Mercedes-Museum, wo mir meine guten persönlichen Kontakte eine große Hilfe waren. So hatte ich einen guten und vertraulichen Zugang zu den großen und vielen wohlgehüteten Schätzen des Zentralarchivs. Was nun folgte, glich einer Entdeckungsreise durch die Tiefen des Mercedes-Benz Classic-Archivs. Jetzt war Fleiß und Durchstehvermögen angesagt, denn „was man gerne macht, macht man auch gut“. Zugute kamen mir jetzt mein Wissen und meine Erfahrung als langjähriger Museumsfachmann in der Archivarbeit sowohl bei NSU als auch bei BMW und Porsche.

MW:

Der Typenkompass war dann jeweils ein nettes kleines Nachschlagewerk für Unimog-Einsteiger und wurde daher sehr gut nachgefragt. War dies der Grund, groß einzusteigen und bis 2006 ein umfangreiches Nachschlagewerk zum Unimog und MB-trac  mit dem Titel „Unimog – Alle Modelle seit 1948“ mit damals bereits 390 Seiten zusammenzustellen? Das war ja auch eine extreme Fleißarbeit in wenigen Jahren.

 

Der Titel im Jahr 2006

PS:

Die große Menge an Daten, Zahlen, Bilder und Quellen als Ergebnis meiner Recherchen für die ersten Unimog-Typenkompass-Ausgaben, ließ tatsächlich nicht nur bei mir, sondern auch beim Motorbuchverlag den Wunsch aufkommen, mehr daraus zu machen. Damit schloss sich der Kreis zu Werner Oswald, dessen Fachbücher als Standardwerk gewissenhaft recherchiert, umfassend und top aktuell, übersichtlich und gut strukturiert, sowie die Typengeschichte und Typenkunde bis ins Detail aufzeigten. Werner Oswald glänzte mit fundierter und umfassender Beschreibung, die sich mit einer großen Anzahl verschiedener Tabellen, detailgenaue Auskunft über Technische Daten, Programmübersicht, Bauzeiten, Produktionszahlen und Preise zu allen Typen, Modelle, Varianten und Baumuster als besonderes Merkmal auszeichneten. Werner Oswalds Standardwerke avancierte deshalb zu einer Art „verlängerte Werkbank der Firmenarchive“. Und diesen Anspruch strebte ich auch für mein großes Unimog-Buch an.

Was dabei heraus kam, war dann auch ein Standardwerk über die vollständige Unimog-Typengeschichte und -Typenkunde seit 1946. Mit großer PC-Fleißarbeit habe ich das ausschließlich nur analog gesammelte und mir zur Verfügung stehende Archivmaterial in die moderne digitale Bild- und Datenerfassung umgewandelt.

 

Und so sah der Titel 2011 aus

 

….. und so 2019

 

MW:

Wieviel Zeit investieren Sie tendenziell in die jeweiligen Ausgaben, was sind Ihre Quellen dafür?  

PS:

Aller Anfang ist schwer. Je tiefer ich in die Materie Unimog eindrang, umso größer wurde mein Quellenvolumen. Deshalb gab ich mir für die erste Ausgabe einen Zeitrahmen von etwa einem Jahr. Meine ersten Konzeptarbeiten begannen also rechtzeitig vor der vom Verlag geplanten Markterscheinung 2006.

Die Weiterentwicklung dieses Motorbuchtitels „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“ ging schrittweise. Der ersten Auflage von 2006, in der noch im Mittelteil der MB-trac Platz gefunden hatte, folgte 2011 eine zweite, weiter verbesserte und aktualisierte Auflage. Die dritte Auflage von 2017 präsentierte sich nicht nur aktualisiert und überarbeitet, sie bekam auch ein größeres an das neue Verlagslayout angepasste Buchformat. Um Platz für die immer größere werdende Unimog-Modellpalette zu schaffen, verließ der MB-trac seinen angestammten Platz in der Buchmitte, um ein Jahr später, 2018, in einem eigenen Buchtitel „MB-TRAC, alle Modelle seit 1973“ zu erscheinen. 2021 kam eine weitere, nunmehr vierte überarbeitete und ergänzte beziehungsweise aktualisierte Neuausgabe hinzu.

Die Stärken dieses Motorbuchtitels „Unimog-Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“ machen dieses Werk zu einem „Zehnkämpfer unter den Unimog-Büchern“. Aber ohne die Unterstützung hilfsbereiter Freunde und versierter Experten hätte dieses Druckwerk nicht realisiert werden können. So unterstützte mich Uwe Heintzer vom Daimler Classic-Archiv von Anfang an und ermöglichte mir den Zugang zu vielen wohlgehüteten Schätzen. Wichtige technische Unterlagen und seltenes Bildmaterial lieferten während ihrer aktiven Dienstzeit Martin Flammer, Horst-Detlef Schulz und Burkhard Hagedorn vom Unimog Vertrieb Marketing in Wörth  sowie Jürgen Barth von der Daimler Presse mit dem unkomplizierten Zugang zur Presse-Datei.

MW:

Verraten Sie, an welchen Buchprojekten Sie gerade arbeiten?

PS:

Mit Drucklegung und der Markteinführung der aktuellen Unimog-Auflage von 2021 habe ich meine aktive Autorenschaft beendet und bediene meine Buchtitel künftig nur noch, wenn erforderlich, im Bereich „hegen und pflegen“. Damit endet eine seit den 1970er Jahren bestehende Verbindung zum Motorbuchverlag Stuttgart, der mich von Anfang an unterstützte. Dafür bin ich sehr dankbar.

Dass ich durch mein faszinierendes Hobby die Möglichkeit bekam, seltene und oft auch unbekannte Schätze der Unimog-Geschichte aus dem Werksarchiv, wie auch aus Privatsammlungen zu finden und in meinen Büchern der Öffentlichkeit und vor allem den vielen Sammler und Unimog-Freunde zugänglich zu machen, das macht mich dankbar und stolz zugleich.

MW:

Abschließend kann ich zur aktuellen Ausgabe von „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“ mit 660 Abbildungen nur gratulieren. Und wenn jemand fragt, woher manche Unimog-Informationen stammen, kann ich dann sicherlich weiterhin sagen: „Alles aus dem Schneider!“

Zu guter Letzt der Titel des aktuellen Werkes von 2021

 

 Buchvorstellung „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“

Der Motorbuch Verlag schreibt zur aktuellen Ausgabe von „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“:

In der Nachkriegszeit als Universal-Motor-Gerät für landwirtschaftliche Anwendungen entwickelt, ist der Unimog heute ein Fahrzeug, das in 160 Ländern als bester Allrad-Lkw und Inbegriff von Zuverlässigkeit und Vielfalt an Einsatzmöglichkeiten gilt. Peter Schneider, in Sachen Unimog kein Unbekannter, legt hier eine Typologie der Extraklasse vor, die in über 300 Datentabellen alle Typen, Formen und Varianten des Alleskönners seit 1946 bis ins Detail erfasst. So entstand eine ausführliche Darstellung der Unimog-Historie, umfassend überarbeitet und erweitert, mit einer Fülle an neuem Bildmaterial. Ein absoluter Steadyseller im Programm!
440 Seiten, 265 x 230 mm

Erhältlich ist das Buch „Unimog – Alle Typen, alle Modelle, alle Daten seit 1946“ für 39.90 Euro im Buchhandel, im Unimog-Museum und beispielsweise über www.buchundbild.de Suchbegriff: Schneider

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