Ausfahrt Unimog-Club Italia

Grenzgänger im Piemont: Zu Gast beim Unimog-Club Italien

Einmal im Jahr lädt der Unimog-Club Italien zu seiner traditionellen Jahresausfahrt ein – ein Ruf, dem einige Club-Mitglieder Ende Juni gerne gefolgt ist. Als Basislager für das verlängerte Wochenende diente die Gemeinde Oulx im oberen Susa-Tal (Piemont). Praktischer Nebeneffekt: Auf dem dortigen Gelände fand zeitgleich eine lokale Forst-Messe statt, die bereits zum Auftakt für Abwechslung sorgte.

Samstag, 27. Juni: In den „Mondbergen“

Das fahrerische Programm startete am Samstag mit einer Tour in die Monti della Luna. Dieses alpine Gebiet in der Provinz Turin macht seinem Namen alle Ehre: Die Landschaft ist geprägt von hellem Gestein und kargen Formationen, die stark an eine Mondoberfläche erinnern. Die anspruchsvollen Bergwege boten eine perfekte Kulisse, um die Geländegängigkeit unserer Fahrzeuge zu nutzen, und belohnten die Teilnehmer mit eindrucksvollen Panoramaausblicken.

Sonntag, 28. Juni: Technikgeschichte auf Fort Bramafam

Der Sonntagvormittag stand im Zeichen der Historie. Ziel war das Forte Bramafam, eine Befestigungsanlage, die einst von Italien erbaut wurde, um den strategisch wichtigen Fréjus-Tunnel gegen Frankreich zu sichern. Gemäß dem Spruch: „Dei Sacri Confini Guardia Sicura“  auf Deutsch: Die sichere Wache der heiligen Grenzen. Zum Einsatz kam die Festung glücklicherweise nie.

Bei der Führung wurde anschaulich vermittelt, wie rasant sich die Militärtechnik Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte: Kaum fertiggestellt, war die Festung durch die Erfindung modernerer Geschütze und durchschlagskräftigerer Munition bereits wieder technisch überholt. Heute beherbergt die Anlage eine detailreiche und sehenswerte Sammlung historischer Uniformen, Waffen und militärischer Exponate.

Wir  konnten hier auch ein schönes Beispiel für den Erfindungsreichtum der Italiener sehen. Ein besonderes Exponat. Kein Unimog aber schon sehr interessant.

Montag, 29. Juni: Das Finale auf der Assietta

Obwohl das offizielle Treffen am Sonntag endete, wartete am Montag noch ein besonderer Programmpunkt auf die verbliebenen Crews. Gemeinsam wurde ein kleiner Abschnitt der berühmten Strada dell’Assietta unter die Räder genommen. Die unbefestigte, hochalpine Militärstraße verlangte den Fahrzeugen und Fahrern auf ihren Schotterpassagen durchaus etwas Geschick ab und bot noch einmal Offroad-Fahren in Reinkultur.

Außerdem konnten 3 neue Clubmitglieder gewonnen werden.

Fazit

Hinter uns liegt eine hervorragend organisierte Ausfahrt der italienischen Unimog-Freunde. Abseits der Landschaft, der kulinarischen regionalen Spezialitäten, und der Kameradschaft bleibt vor allem eine Erkenntnis: Eine solche Tour auf unbefestigten, hochalpinen Wegen ist in dieser Form weder in Deutschland noch in der Schweiz realisierbar. Ein herzlicher Dank gilt Allessandro, Fabio und ihrer Crew für dieses gelungene Wochenende.